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Wie sehnt' ich mich, in deinem Arm' zu schlafen!
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Denn alle deine Pfeile, trafen
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Mich, Gramvollender! nicht.
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O! möchte mich die Ruhe noch umschweben,
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So hätt' ich nun vielleicht die Todesnacht
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Verschlummert, wär' ins bessre Leben
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Schon wieder aufgewacht.
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Nun muß ich noch sie schlummern? muß die Erde
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Nun noch einmal im Frühlingsglanze sehn?
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Und fühlen, daß ich Armer werde
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Bald hin ins Dunkle gehn?
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Weit warst du noch von meinem Rosengange,
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Beschneytes Ziel, wo krumm das Alter ruht;
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Schon aber saugt die Todesschlange
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Mir aus das Bischen Blut.
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Wo bleiben nun die guten Thaten alle,
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Worauf hinaus die Augen weinend sahn?
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Ich hätte sie gethan, und falle,
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Und habe nichts gethan.
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Wird nun mein Haupt den Kranz von Myrthen tragen,
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Den mir im Traum' die Hand der Ehre gab?
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O! Niemand wird mit Thränen fragen:
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Wo ist des Mannes Grab?
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Zehn tausendmal könnt' ich spatzieren gehen
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In deinem Garten, Weisheit! könnte da
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Mehr volle Blumenbeete sehen,
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Ich könnte noch – und bin nun schon am Ende! –
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Natur, in deiner Bildergallerie
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Nach Wundern suchen, ach! und fände
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Bald werd' ich nun von Philomelens Tönen
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Nicht mehr geweckt; um meinen Gartensaal
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Verblühen schon die Tausendschönen
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Für mich zum letzten mal.
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Bald ruft dein Mund in Trillern an dem Flügel,
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Amalia! den Kenner zum Gehör',
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Nur ich lieg' unter meinem Hügel
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Und höre dich nicht mehr.
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Und alles das um eines Mädchens willen?
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O welchen Plan vernichtet sie mit mir!
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Was konnte meine Flüche stillen?
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Kann sie mich itzt aus meinem Kerker retten?
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Erst mache sie geschehnes, ungeschehn,
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Sonst muß sie mich in ihren Ketten
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Zum Tode schleppen sehn.
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Muß ich denn fort? Jenseit des Grabes lieget
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Noch eine Welt, allein wer wünscht sie sich?
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Fest, wie an eine Braut geschmieget,
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Schmieg' ich an diese mich.
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Doch ach! umsonst läßt mich der Tod noch weinen;
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Du aber, die du mich itzt nicht mehr kennst,
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Frohlocke nicht; bald werd' ich dir erscheinen
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Als schreckendes Gespenst!