Wie hast du mich, du kleiner Baum! so lieb!

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Wie hast du mich, du kleiner Baum! so lieb! Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Wie hast du mich, du kleiner Baum! so lieb!
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Wie so gelinde spielest
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Du mit den runden Blättern um mich hin!
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Ob du vielleicht es fühlest,
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Daß ich in deinem Schatten bin?

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Wie lieb' ich dich! Hier ist's, wo ich zuerst
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(wie brachten da die Winde
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Uns deinen Duft!) mein Nantchen sah;
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In deiner weißen Rinde,
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Steht noch dein Stolz, ihr Name, da.

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Als die Natur den rosenfarbnen May,
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Ihr Schooßkind, niedlich schmückte,
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Mit Veilchen ihn bekränzt in dieses Thal
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Zu frommen Hirten schickte,
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Da küßte sie mich hier zum ersten mal.

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Doch ach! du sollst nicht mehr, geliebter Baum,
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Nicht mehr uns Arme kühlen,
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Von dir bedeckt, wird hier der Liebe Scherz
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Nicht mehr um Pfänder spielen;
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O wenn du kannst, empfinde meinen Schmerz.

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Von dir, o Lind'! und meinem
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Soll auch die Flöte schweigen;
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Hier hange sie so lang' unangerührt
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An deinen höchsten Zweigen,
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Bis mich zurück der Himmel führt.

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Doch bringt der Schmerz mein
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So laß den Zweig hernieder,
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Reich' ihr die Flöte hin, und spielet sie
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Der Liebe, Klagelieder,
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So rausche nicht in ihre Melodie.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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