Wohlan mein Herz! was fragst du mich?

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Wohlan mein Herz! was fragst du mich? Titel entspricht 1. Vers(1788)

1
Wohlan mein Herz! was fragst du mich?
2
Sie will es, wohl! es sey geschworen!
3
Komm, gutes Herz! versöhne dich
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Mit allen Narren, allen Thoren.
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Du armer Spott! was murrst du doch?
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Was suchst du Hülfe bei dem Witze?
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Nimm diesen Abschiedsseufzer noch; –
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Fort! nimm itzt Flügel von dem Blitze. –
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Nun drücke mich an deine Brust!
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Nun küsse mich! – Auf dieser Erden
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Kann sonst mit nichts für
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Dein
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O! weiches
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Muß mit der Gall' ein Herz durchwühlen,
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Wenn Fürstengroll und Uebermuth,
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Mit Menschen, wie mit Fliegen spielen.
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Ja! sanftes Mädchen! alles Blut
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Steigt von dem Herzen in die Wangen,
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Wenn das Talent auf Strohe ruht,
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Und
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Auch steiget plötzlich edle Glut
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Mir aus den Wangen in die Augen,
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Wenn noch den letzten Tropfen Blut
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Der Unschuld, die Chicanen saugen.
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Und Rache schäumend wird mein Blut,
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Kocht in den Adern, spannt die Nerven,
27
Wenn Stolz und Neid, der Hölle Brut,
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Verdiensten, nach mit Steinen werfen.
29
Das soll ich sehn? und meinen Schmerz
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Und meinen Geifer in mich fressen?
31
Unmöglich! lehrte nicht dein Herz
32
Mich diese Narrenwelt vergessen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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