Hier bringet

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Hier bringet Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Hier bringet
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Den Rappen; füttre du ihn todt!
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Zwar gingen mir die Augen über,
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Als er das letzte Stückchen Brod
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Mir heute Morgen aus den Händen
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Im Stalle fraß; doch, da er mir
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Nichts nutz mehr ist, mag er bei dir
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Sein Leben nach Gefallen enden.
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Soll ich das Roß, das gegen
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Die Preußen sonst ins Treffen führte
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Verdammen, nun den Pflug zu ziehn?
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Das Roß, das kaum den Sand berührte,
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Durch Treibeis wie ein Wallfisch schwamm,
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Wenn mich's zu meinem Mädchen führte,
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Und dennoch, fromm als wie ein Lamm,
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Bei ihrem Streicheln sich nicht rührte;
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Dieß alte, brave, treue Pferd,
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Sollt' in der Karre künftig gehen?
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Nein, Freund, eh' sollt' an meinem Herd'
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Kein Topf am Feuer wieder stehen,
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Bis ich das Thier, nach seinem Werth',
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Auf Lebenszeit versorgt gesehen.
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Zum Glück' für mich und für den Blessen,
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Brauchst du ihn nöthiger, als ich.
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Wir mögen beide nach dem Essen
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Gern müßig seyn, allein, indessen
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Dein Freund verdaut, erwartet dich
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Dein Filial, ja ließe sich
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Die Mitternacht von deinem Kleide
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Nicht unterscheiden, läge schier
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Der Schnee zwei Schuh' hoch auf der Heide,
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Du gingest doch zu Fuß mit Freude,
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Verlangt' ein Sterbender nach dir.
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Ich aber habe nichts zu gehen,
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Als etwa, mich vom Finkenherd'
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Bei heiterm Wetter umzusehen:
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Und wozu soll mir nun das Pferd?
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Dich zu besuchen? Darum sey's!
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So oft ich künftig vom Kalmäusern
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Pausire, schick' du mir den Greis,
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Der Weg und Steg im Harz itzt weiß,
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Wie vormals auf den

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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