Kommt diese Dedication

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk: Kommt diese Dedication Titel entspricht 1. Vers(1788)

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Kommt diese Dedication,
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Durch Schiffer
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Nach Wunsch, vor
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Und laßt
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So seyd kein Kind, und denkt nicht gleich,
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Daß Deutschland, weil ein Deutscher
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Besingt, gar sehr
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Zerbrecht
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Darüber, wie
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Gekommen seyd? Wenn
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(
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Wir
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Die Dichtkunst drischt bei uns nur Stroh,
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Die Kunst zu schmeicheln aber, Aehren.
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Nun ist bei uns so der Gebrauch,
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Von Aehren, nicht von Stroh, zu leben.
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Drum lernen wir Poeten auch
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Die Kunst, sie andern auszudreschen;
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Das heißt: den Durst nach Schmeichelein
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Löscht der Poet; den Durst nach Wein
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Muß ihm dafür der Andre löschen.
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Glaubt,
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In unserm Welttheil', so besingen,
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Als ich wohl könnt': er setzte gern
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Bei einer Arbeitfreien Stelle,
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Auf seine Kosten, mich in Ruh',
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Denn jeder hat ein Haus dazu;
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Man nennt es: Eine Zitadelle.
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Und doch besang ich niemals sie.
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Warum? das kann
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Doch wär't
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Geruhtet
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Ich legt'
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Von
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Der dem Verdienst' gebührt, zu Füßen.
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Das thut nichts! dafür seyd
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Wenn mir es sonst einmal gefällt,
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Wer darf in
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Wie lügt der Schurke!« Niemand ja
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Läßt gern sich schinden oder brühen!
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Ich aber,
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Auf gutes Glück zu creditiren.
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Nein! Zug um Zug!
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Mir diese Zuschrift baar vergüten,
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Sonst wird sich ihr Verfasser schier
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Vor
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Vor einer Mützen-Schlange
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Es thut vielleicht
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Ob
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Doch wenn
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Muß für den Ruhm bei Nationen,
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Wo jeder Bettler, ungescheut,
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Doch wohl ein Wunsch noch in
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Soll ich den Wunsch erfüllen? Top!
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Schickt mir nur einen Elephanten!
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Für
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Weil ich's entbehren lernte, danken;
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Allein ein Thier zum Reiten, kann
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Mir Dienste thun; ich kranker Mann
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Fang' etwas früh schon an zu wanken.
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Der Herr Professor
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Zwar ausgelobt, doch
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Schreibt
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Wenn ich das Reitthier ihm vermache;
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Denn seyd
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Auch nach dem Namen unbekannt,
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So thut das eben nichts zur Sache.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Leopold Friedrich Günther von Goeckingk
(17481828)

* 13.07.1748 in Gröningen, † 18.02.1828 in Syców

männlich

deutscher Dichter des Rokokos und preußischer Beamter

(Aus: Wikidata.org)

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