35.

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Adolf Friedrich von Schack: 35. (1854)

1
Dahin der Jugend Wonnen,
2
Und selbst ihr süßes Weh
3
Zerstoben und zerronnen
4
Wie Frühlings-Blütenschnee.

5
Nicht jauchzt mehr zu den Sternen
6
Mein Herz wie sonst empor;
7
Es starrt in öde Fernen
8
Nach dem, was es verlor.

9
Nicht mehr in Schmerz zu bluten
10
Vermag's, wie einst es that,
11
Als es die roten Fluten
12
Erlabten wie ein Bad.

13
Nur wenn in holdem Sinnen
14
Dein Auge auf mir ruht,
15
Wohl regt sich noch tief-innen
16
In ihm die alte Glut.

17
Hoch klopfend dann entgegen
18
Pocht es dem jungen Glück –
19
Doch sinkt mit matten Schlägen
20
Bald neu in sich zurück.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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