31.

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Adolf Friedrich von Schack: 31. (1854)

1
Fliegt, durch die zitternden Reben
2
Ins Stübchen, ihr Töne, fliegt,
3
Wo hinter den Gitterstäben
4
Die Kleine schlummernd liegt!

5
Schon beim Klange der Saiten
6
Regt sich die Schläferin;
7
Liebliche Träume gleiten
8
Fühlt sie durch Seele und Sinn!

9
Web aus tönenden Maschen,
10
Webe ein Netz, mein Lied,
11
Im Schlummer ihr Herz zu haschen,
12
Das wachend scheu vor mir flieht.

13
Länger mit Lachen und Necken
14
Höhnen mich soll es nicht mehr;
15
Wo es sich mag verstecken,
16
Fang es und bring's mir her.

17
Nicht zürnen wird sie dem Diebe,
18
Der es geraubt über Nacht,
19
Wenn aus Träumen der Liebe
20
Beim Morgenrot sie erwacht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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