14.

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Adolf Friedrich von Schack: 14. (1854)

1
Schon rauscht der Herbst durchs Waldgezweig,
2
Und Eiche, Buche, Linde
3
Streun ihre Blätter, gelb und bleich,
4
In die Oktoberwinde.

5
Doch eine Buche, die sich kühn
6
Hebt aus der andern Kreise,
7
Bleibt seit dem ersten Lenzhauch grün
8
Bis zu des Winters Eise.

9
Als Margaretens Namenszug
10
Ich eingrub ihrem Stamme,
11
So stolz aus ihr zum Himmel schlug
12
Des Wipfels grüne Flamme.

13
Noch lange, wenn, des Herbstes Raub,
14
Der andern Blätter fallen,
15
Bebt von der Elfen Tanz ihr Laub,
16
Dem Lied der Nachtigallen.

17
Und bei der Vögel Melodie,
18
Der Geister frohem Reigen
19
Webt süße Liebesträume sie
20
In immer grünen Zweigen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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