An den Kuckuck

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Adolf Friedrich von Schack: An den Kuckuck (1854)

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Stimme, die im Frühlingswinde
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Fernher durch das Laubgrün hallt,
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Tönt dein Ruf, wie einst dem Kinde,
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Neu mir aus dem Buchenwald?

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Jahre, mehr als du dem Knaben,
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Muntrer Vogel, prophezeit,
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Sind seitdem verrollt; begraben
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Liegt die goldne Jugendzeit.

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Hin die erste zauberische
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Dämmerhelle vor dem Tag,
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Als der Tau in Morgenfrische
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Auf des Lebens Blüten lag,

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Hin der Rausch, als himmelwärts mir
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In der Jugend erstem Stolz
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Sich die Seele hob, das Herz mir
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An geliebten Blicken schmolz!

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Du indes, Unsterblich-Froher,
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Hast in deiner Waldeslust
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Nichts von Trauer, nichts von hoher
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Hoffnungen Verblühn gewußt.

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Neu dir keimt, wenn es gefallen,
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Mai für Mai das Laub empor,
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Und durch grüne Blätterhallen
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Schweifst du fröhlich wie zuvor.

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Juble fort in deinen Hainen,
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Während, nie mehr zu erstehn,
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Unser Glück und unsre kleinen
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Leben in den Wind verwehn!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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