An Elisabeth v. K

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Adolf Friedrich von Schack: An Elisabeth v. K (1854)

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In deiner Seele mildem Lichte
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Ist mir der Frühling aufgeblüht;
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Gereift sind meine ersten Früchte,
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Allein von ihrem Strahl durchglüht.

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Als, sich vom Staub empor zu ringen,
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Mein Geist noch matt die Flügel schlug,
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Liehst du ihm, Freundin, Kraft der Schwingen
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Und sporntest ihn zu kühnem Flug.

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Die Sehnsucht, die zu lichtern Räumen
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Sich aufschwingt aus dem dunklen Hier,
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Der Seele Rausch in hohen Träumen
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Als Lebensmitgift gabst du mir.

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Mit mir auf allen meinen Wegen
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Zogst du als Schutzgeist ungesehn,
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Und deiner Lippen milden Segen
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Fühlt' ich um meine Stirne wehn.

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Bei Nacht zu meinen Augenliden
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Hat sich im Traum dein Bild gesenkt,
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Bis es das Herz mit stillem Frieden
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Zum Ueberfließen mir getränkt.

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Für alles, was du mir gegeben,
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Wo wär' ein Dank, der nicht zu klein?
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Von einem vollen, ganzen Leben
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Die Ernte dacht' ich dir zu weihn.

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Nun, da du sankst zum frühen Grabe,
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Am kalten Marmor hingekniet
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Hab' ich für dich nicht andre Gabe
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Als Thränen und dies arme Lied.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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