An F.L

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Adolf Friedrich von Schack: An F.L (1854)

1
Ein sanfter Friedensodem haucht mich an,
2
Wenn ich dein Haus, o frommer Greis, betrete,
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Als ob mir milde Luft entgegenwehte
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Vom Hirtenlande Kanaan.

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Wer gab dir Macht, dir im Gewühl der Welt
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Die tiefe Seelenstille zu bewahren,
7
Wie einer, der seit seiner Kindheit Jahren
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Geruht im Patriarchenzelt?

9
Ob rings die Erde von der Völker Streit
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Erzitterte und von der Reiche Fallen:
11
Nicht eine Stunde trübte bei dem allen
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Sich deiner Seele Heiterkeit.

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Der Mitwelt fern und dem, was sie erstrebt,
14
Hast du mit jenen, welche nie veralten,
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Der Vorzeit großen, heiligen Gestalten,
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Einfach und schlicht wie sie gelebt;

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Und während Zielen nach, die keiner kennt,
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Wir ruhlos hasteten auf irren Pfaden,
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Warst du im Geist bei friedlichen Nomaden
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Im ewig hellen Orient.

21
Dort zogst du mit dem Karawanenzug
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Hin über glüh'nde Fläche, nackte Kuppe,
23
Und mittags tränkte bei der Palmengruppe
24
Rebekka dich aus ihrem Krug.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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