Weh nun, da den Bäumen der herbstliche Wind

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Adolf Friedrich von Schack: Weh nun, da den Bäumen der herbstliche Wind Titel entspricht 1. Vers(1854)

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Weh nun, da den Bäumen der herbstliche Wind
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Abschüttelt das Laub, das falbe,
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Weh dir, der die Schwingen gebrochen sind,
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Du arme verlassene Schwalbe!
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Voll Trauer blickst du von deinem Dach
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Dem Zug der Gespielen, dem scheidenden, nach.

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Sie ziehen hinweg in den herrlichen Süd,
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Sie lassen die krankende Schwester
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Und suchen im Frühling, der ewig blüht,
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Die myrtenbeschatteten Nester
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Und spotten am griechischen Tempelsims
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Des rauhen, des nordischen Wintergrimms.

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Bald streifen sie nun mit dem Flügelschlag
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Des Mittelmeers blauende Wellen
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Und schwingen sich auf mit dem leuchtenden Tag
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In die Aetherhöhen, die hellen;
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Du aber, Verwaiste, in einsamem Weh
18
Sinkst sterbend dahin auf die Felder voll Schnee!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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