Am Meere

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Adolf Friedrich von Schack: Am Meere (1854)

1
Nun nimm mich wieder an deine Brust,
2
Mein altes, geliebtes Meer!
3
Noch rollst du in Mut und Jugendluft,
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Wie da ich dich ließ, einher.

5
Mir tönt's aus der brandenden Wogen Schwall
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Entgegen wie Freundeslaut;
7
Als liebe Gespielen begrüß' ich sie all,
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Die ich seit lang nicht geschaut.

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Ich stürze hinein in die schäumende Flut;
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Mir jubelt die Seele mit ihr:
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Den Knaben, der einst ihr am Busen geruht,
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Erkennt sie freudig in mir.

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Und wie das Naß, gegeißelt vom Nord,
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Die Brust und die Stirne mir kühlt,
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Fühl' ich mir leise vom Herzen fort
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Den Rost des Lebens gespült.

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Die Wangen umkost mir der wirbelnde Schaum,
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Es lacht ihn hinweg mein Mund;
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Bald schaukelt die Welle mich hoch auf dem Saum,
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Bald tauch' ich hinab in den Schlund.

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Hinaus! Ins Allunendliche hin!
22
Das mißt' ich so manches Jahr.
23
Ja, altes geliebtes Meer, noch bin
24
Ich derselbe, der einst ich war.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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