Serenade

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Adolf Friedrich von Schack: Serenade (1854)

1
Leise, um dich nicht zu wecken,
2
Rauscht der Nachtwind, teure Frau;
3
Leise in das Marmorbecken
4
Gießt der Brunnen seinen Tau.

5
Wie das Wasser, niedertropfend,
6
Kreise neben Kreisen zieht,
7
Also zittert, leise klopfend,
8
Mir das Herz bei diesem Lied.

9
Schwingt euch, Töne meiner Zither,
10
Schwingt euch aufwärts, flügelleicht;
11
Durch das rebumkränzte Gitter
12
In der Schönen Kammer schleicht!

13
»ist denn, liebliche Dolores,« –
14
Also singt in ihren Traum –
15
»in der Muschel deines Ohres
16
Für kein Perlenwörtchen Raum?

17
Denk der Laube, dicht vergittert,
18
Wo, umrankt von Duftgesträuch,
19
Ihr in Seligkeit gezittert,
20
Wie die Blätter über euch!

21
War der Platz doch still und sicher,
22
Und kein Zeuge hat gelauscht;
23
Selten, daß ein abendlicher
24
Vogel durch das Laub gerauscht.

25
O dem Freund noch eine Stunde,
26
Wo dein Arm ihn so umschlingt
27
Und der Kuß von deinem Munde
28
Feurig bis ans Herz ihm dringt!

29
Hast du ihn so ganz vergessen?
30
Einsam harrt er am Balkon;
31
Ueberm Wipfel der Cypressen
32
Bleicht des Mondes Sichel schon.

33
Wie das Wasser, niedertropfend,
34
Kreise neben Kreisen zieht,
35
Also zittert, leise klopfend,
36
Ihm das Herz bei diesem Lied.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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