9.

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Adolf Friedrich von Schack: 9. (1854)

1
Komm, Freundin meiner Seele, Zoraide!
2
An jenen Brunnen wollen wir uns setzen!
3
Geweiht durch Liebe und verklärt im Liede
4
Ist dieser unter allen Ruheplätzen.

5
Die Quellen murmeln leise wie im Traume;
6
Aus Büschen schallt der Nachtigallen Klage;
7
Nachtlüfte lispeln in Citronenbaume
8
Gleich Geistern einer lang verklungnen Sage.

9
Das ist die Stunde. Von den Bencerachen,
10
Den wackern Rittern, sollst du mir erzählen,
11
Wie für die Fürstin sie die Lanze brachen,
12
Und wie sie bluteten in diesen Sälen.

13
So ist es wahr, daß oft im Abendwehen
14
Die Klagen der Ermordeten erschallen,
15
Und daß sie eher nicht zur Ruhe gehen,
16
Bis dieses Schlosses letzter Stein zerfallen?

17
Sprich von der Sultanin, wie sie, verraten,
18
An diesem Gitterfenster saß gefangen,
19
Und wie mit höherm Rote die Granaten
20
Sich färbten von der Schamglut ihrer Wangen!

21
Indes du redest, blinkt mit goldnem Strahle
22
Das Mondlicht durch die maurischen Arkaden,
23
Und leise trägt der Nachtwind aus dem Thale
24
An unser Ohr den Klang der Serenaden.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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