Hier mein Leben möcht' ich verträumen

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Adolf Friedrich von Schack: Hier mein Leben möcht' ich verträumen Titel entspricht 1. Vers(1854)

1
Hier mein Leben möcht' ich verträumen
2
Ueber der Brandung am leuchtenden Meer!
3
Jubelnd in den unendlichen Räumen
4
Schweift auf den Wellen die Seele umher;

5
Wiegt sich an hallenden Felsengestaden,
6
Wo auf den Klippen die Goldfrucht reift
7
Und, mit Duft der Citronen beladen,
8
Ueber die Flut der Südwind streift;

9
Schlummert in Grotten und dämmernden Hallen,
10
Taucht in der Wasser verborgensten Schacht,
11
Wo es von Perlen und bunten Korallen
12
Funkelt und blitzt in der purpurnen Nacht.

13
Wenn im Sturme sich bäumen die Wogen,
14
Tragen sie mich auf dem gleitenden Saum
15
Durch die siebenfarbigen Bogen,
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Die sich wölben über dem Schaum,

17
Und zu gähnenden Flutabgründen
18
Stürz' ich hinunter mit dem Orkan,
19
Bis wo den flammenden Kraterschlünden
20
Brausend entquillt der Ocean.

21
Wieder dann droben, nahe dem Himmel,
22
Jauchzt die Seele im lichten Azur,
23
Singt mit dem donnernden Wogengetümmel
24
Deine ewige Hymne, Natur!

25
Und als zerrinnende Welle im Meere,
26
Doch wie du selber unsterblich und groß,
27
Kehr' ich im Geiste, du Göttliche, Hehre,
28
Heim in deinen allheiligen Schoß!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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