O die Stunden sind unvergessen

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Adolf Friedrich von Schack: O die Stunden sind unvergessen Titel entspricht 1. Vers(1854)

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O die Stunden sind unvergessen,
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Als wir, ferne der sterblichen Welt,
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Weilten im traulichen Alpenthale,
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Wo in des Lichtes südlichem Strahle
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Froh sich sonnen die ersten Cypressen,
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Denen sich schüchtern die Myrte gesellt.

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Dort auf des Sees tiefpurpurne Wellen
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Schauten wir trunken hinab vom Altan,
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Wie die Villen von rebenbekränzten
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Felsvorsprüngen herniederglänzten
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Und helleuchtend hervor die Kapellen
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Aus den Kastanienwäldern sahn.

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Oder vorbei an umrankten Ruinen
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Stiegen wir, rings von Bächen umrauscht,
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Bis wir zur Alpenfirne geklommen,
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Keinen Ton mehr des Lebens vernommen
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Und mit dem Donner der wilden Lawinen,
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Statt mit den Menschen, Worte getauscht.

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Abends am Hang, wo mit silbernen Locken
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Die Kaskade vom Felsen springt,
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Ruhten wir unter den Duftgestäuden,
22
Während ewig wechselnde Freuden,
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Bunt, wie umher die stäubenden Flocken,
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Uns umgaukelten, leicht beschwingt.

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Uebertäubt von dem brausenden Strome,
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Starb auf den Lippen uns jeder Laut.
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Arm in Arme und Mund am Munde
28
Hingen wir, während zum ewigen Bunde
29
Unter dem heiligen Sternendome
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Uns die heilige Nacht getraut.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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