5.

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Adolf Friedrich von Schack: 5. (1854)

1
Hier ist es, wo ich als Kind gestreift
2
Und die Beere gepflückt, die am Abhang reift;
3
Still war's, wie jetzt im Laube;
4
Fernher nur hört' ich durch Rankengeflecht
5
Die Schläge der Axt und den pickenden Specht
6
Und das Girren der wilden Taube.

7
O Träume, schön wie Märchen der Feen,
8
Umschwebten mich dort, wenn beim Abendwehn
9
Ich ruht' am Felsenhange;
10
Und vor mir lag, wie im Traum ich's sah,
11
Voll goldener Schlösser das Leben da –
12
So lange das her, so lange!

13
Aus der Welt da draußen nun kehr' ich zurück;
14
Wie Märchen alles dahin: das Glück
15
Und Hoffen und Lieb' und Glaube!
16
Im Walde lieg' ich, wie einst ich lag,
17
Und höre von ferne der Aexte Schlag
18
Und das Girren der wilden Taube.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Adolf Friedrich von Schack
(18151894)

* 02.08.1815 in Schwerin, † 14.04.1894 in Rom

männlich, geb. Schack

deutscher Dichter, Kunst- und Literaturhistoriker

(Aus: Wikidata.org)

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