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Wer stößt mich da? Um Gott!: die Adelheid!
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Nanu, Madam, wo kommst denn du jetzt her?
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Tanzst du denn nicht bei den Ambassadeurs?
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– »Ich tanze nicht.« Sie sagts mit Düsterheit.
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– Um Gotteswillen, Kind, was ist geschehn?
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– »Ich bin ...«, sie streift den Handschuh sich zurück
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Und zeigt mir, herkle! einen Ehering.
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Wo war ich doch ...? Ja so, ja: die Bilanz.
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Nun gut, was bleibt? Bin ich vielleicht bankrott?
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Bin ich solvent, wenn mich das Schicksal mahnt
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Und zu mir spricht, der grimme Gläubiger:
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Her mit dem Darlehn, mit den Zinsen her!
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Ist denn nicht alles, alles längst verthan?
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Kam irgend nur ein kleiner Posten ein?
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Mir scheint, mir scheint, Freund Ich, das Ding steht schlimm.
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Bedeppt, beklommen, ein ertappter Dieb,
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Steh ich gesenkten Hauptes, schuldbewußt,
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Und sage meinem lieben Herzen: Ach,
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Du dummes Herz, wie falsch hast dus gemacht!
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Du schwaches Herz, nichts hast du ausgeführt!
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Du böses Herz, was sündigtest du so,
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Daß niemals Ruhe mehr dein Teil kann sein!
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Was für ein Bursche war ich, keck und kühn,
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Ein unbesonnener Lacher und ein Held,
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Ein Greifer, Jager, ja ein Flieger fast,
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Und trotzig, golden trotzig, – selbst dem Glück.
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Hab ich nicht einst, mit diesem Herzen da,
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Mit dir du Ding, das mich so angeführt,
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Die ganze Welt umfaßt; war ich nicht einst
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So voll von Liebe, daß ich manchmal rief:
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Helft! Banden her! denn mich zersprengt das Glück! ...?
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Und jetzt!? Da steh ich schwarzer Marabu,
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Lack an den Schuhn, den Schädel überröhrt,
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Den Schnurrbart hoch, Erfahrungsfalten tief,
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Hier, in der Menschenmenge, steh ich da
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Und bin so einsam, daß im Wüstensand
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Niemals ein Büßender so einsam war.
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Wo blieb mein Lachen, wo die Zuversicht
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In meinen Stern, wo blieb mein Tänzerschritt
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Und dieses Schwellen für die ganze Welt,
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Die Liebe wo, die große, flammende,
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Die mich emportrug und, die Schenkerin,
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Mich rings mit Gnaden wie mit einem Wall
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Umfriedete, – ach Herz, Herz, sprich, wo blieb
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Mein Leben, meine Kraft, mein junges Glück?
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Wo ... wo ...! Und meine Blicke irren so,
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Als sucht ich in der Menge, was verflog.
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Da: Stern und Sonne, Segen, Licht und Glanz!
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Ein Strom von Klarheit und Beruhigung:
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Im Wagen sie, die blonde Königin,
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Die goldne Herrin und Gebieterin,
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Die Adelige, Reine, Einzige.
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Wenn sie die Hand hebt, bebt mein Herz vor Glück,
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Wenn sie das Haupt neigt, faßt mich Seligkeit,
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Ich seh sie gehn, und meine Seele singt,
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Und alle meine Tiefen klingen mit,
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Sagt sie ein einzig hingeschenktes Wort.
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Ein Augenblick nur, und sie ist vorbei,
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Ein kleiner Augenblick nur, und ich weiß:
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Ich habe alles, alles noch in mir,
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Es ist nicht not, daß ich verzweifeln muß,
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Reich bin ich, unermeßlich reich und stark.