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Mattheller Wintertag. Wie goldene Bronce
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Liegt auf dem Schnee der Sonne schwacher Schein.
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Das Leben schläft in träumender Agonie.
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War Frühling einst? In dieser grauen Luft
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Hat farbiges Falterschwingenspiel geweht
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Und Blumendüften? Wo das kalte Weiß
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Starr liegt und eben, wogte Maiengrün,
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Von buntem Blumensternenschmelz, durchflockt?
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Wie ist es still geworden, todesahnungsstill ...
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Der Park ist offen. Niemand trat durchs Thor.
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So einsam ists, als wärs die Toteninsel.
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Die Marmorgötter auf den hoben Sockeln,
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Von Schnee behaubt, stehn da wie Gräbermale;
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Die Tannallee, schnurgrad hinausgezogen
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Vom weißen Schloß bis an die Mauertürme,
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Ist eine schwarze, steife Leichengarde,
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In Reih und Glied zum Trauern kommandiert.
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Von jedem Schritte knistert, wie in Schmerz, der Schnee,
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Mein Hauch dampft aus in grauen Nebelwölckchen;
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Bin ich allein das Leben in dem Tod?
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Mein warmes Herz, du nimmer müder Quell
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Voll roten, heißen Lebensweines, ströme
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Die Purpurwogen voller Liebe aus,
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Gieß aus durch meinen Leib die Flut der Liebe,
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Denn leben will ich, heiß in Liebe leben!
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Wo ist die Bank, da die Syringentrauben
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Geschämig blau aus dunklem Laube winkten?
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Im hellen Lindgezweig, das drüber dachte,
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Barg sich ein Finkenpaar im kleinen Nest,
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Ein Marmorfaun auf rotem Porphyrsitze
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Ließ sich die Liebe einer kleinen Nymphe,
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Die eng sich schmiegte seinem feisten Leib,
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Mit Grinsen wohlthun ... Suchend geh ich schneller
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Und finde meine Laube. – Armer Faun!
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Die kalte Flockenmütze sitzt ihm schief,
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Sein armes Nymphchen ist ihm schier verdeckt,
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Ihr Schmiegen sieht mir gar nicht mehr wie Liebe,
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Ach sieht nur noch wie bittres Frieren aus.
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Das Finkenpaar? Ein alter Rabe sitzt
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Im krummen Knorrgeäst der kahlen Linde
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Und preßt die Flügel an den kalten Balg.
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Du schwarzer Leichenbitter, kannst du sagen,
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Wo jetzt die Liebe weilt? Er hebt die Flügel,
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Und krächzend, schwanken Fluges, schwebt er fort
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Und fliegt zur Stadt. – Schnell bin ich nachgegangen
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Der Richtung seines Flugs. Und sollt mans glauben?
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Ich fand auf dieses alten Raben Weg
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Ein kleines Haus, darin die Liebe wohnt.