Canzone IX

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Karl Candidus: Canzone IX (1854)

1
Die Länder auf und ab zu Tod und Leben
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Gesellt das Bild sich des geliebten Mannes,
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Der durch sein Lieben Höchstes offenbarte,
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Ein Retter uns, ein Tilger jedes Bannes.
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Es ragt das Kreuz wo Menschentritte schweben
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Bedeutungsvoll als ewige Standarte.
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Ach, wo sich ja die zarte
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Lichtblüte höhern Lebens mag entfalten,
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Allstets muß ringen sie mit wilden Wettern
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Und traurig sich entblättern,
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Soll gold'ne Frucht die Folgezeit erhalten.
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Nur sterbend wirst du jedes Ziel erreichen,
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Drum ist das Kreuz der Weltgeschichte Zeichen.

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Frei ist der Geist, doch ist bestimmt sein Wirken,
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Ist — also will er's — strengem Maß verfallen‚
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Und weil er Liebe sein will, himmelsglutig
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Erwählend demutvolles Erdenwallen,
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Muß er in ihm entfremdeten Bezirken
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Gesammte Schuld der Erde sühnen blutig.
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So nahmen auf sich mutig
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Ihr Kreuz der Menschheit Helden und Befreier,
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Die mit dem Griffel, die mit frommen Thaten,
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Die mit dem Pflug und Spaten,
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Die mit des Schwertes Wucht, die mit der Leier,
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Denn alle sind des Mittlers, wie sie kamen,
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Die, ihn verklärend, von dem Seinen nahmen.

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Und sein sind, durch sein Lieben, alle Schmerzen
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Der Welt, von Blute Abels des Gerechten
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Bis zu der Weltgeschichte letzten Plagen‚
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Daß eine Dornenkrone mochte flechten
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Der Heilige daraus in seinem Herzen,
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Weit blutiger als die sein Haubt getragen.
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Er klagte unsre Klagen
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Und weinte unsre Thränen eh' wir waren‚
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Damit hinfort wir
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Erhebend so zur reinen
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Natur des Mitgefühls den rohen, baaren,
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Unfrommen Schmerz, wo seiner Liebe Walten
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Alsbald uns trösten mag und neugestalten.

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So geht ein Mann gebeugt von schwerem Kummer
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Ob seiner Kinder frevlem Thun. Ihn peinigt,
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Ihn, der da rein ist, foltert das Gewissen
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Der Schuldigen mehr als sie selbst. Es steinigt
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Ihn auf der Straße und ihn flieht der Schlummer
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Der Nacht. Krank, arm durch ihre Schuld, beflissen
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Nur ihren Finsternissen
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Ein Licht zu sein, ach! schleppt er noch sein Leben.
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Jetzt mit dem greisen Vater fühlt Erbarmen
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Sein jüngstes Kind. Umarmen
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Darf er das weinend und zu sich erheben.
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Da stralt sein Blick: „laßt mich von hinnen fliehen!
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Es wird mein Tod sie alle zu mir ziehen!“

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O wunderbar Geheimniß du der Liebe,
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Und dennoch allen kündlich die da lieben,
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Wie die Gemeinschaft, welche sie begründet,
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So Schuld wie Unschuld theilt, des Sünders Trieben
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Des Reinen Reinheit eignet, und im Siebe
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Der Schuld den Edeln umwirft, daß verbündet
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Sich Beider Herz entzündet
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Zu neuen doppelt süßen Himmelsflammen!
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Anbetungswürdiges Gesetz der Liebe
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Das alle Todeshiebe
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Ausheilet und das Weltall hält zusammen!
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Zwar frommer Wehmut magst du Ursach werden,
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Doch die hat niemand noch gereut auf Erden.

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Mit dem gekreuzigten Erlöser büßen,
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Sein Leiden ihm nachfühlend, die Erlösten,
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Durch Mitleid selbst mit ihm gekreuzigt sterben
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Der bösen Lust sie, das nur kann sie trösten,
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Hat doch die Sünde, ach! zu Aller Füßen
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Den besten Freund verschlungen in's Verderben,
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Weil um den Tod zu werben,
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In dem die Welt liegt, Mitleid ihn getrieben.
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So stirbt und lebt der Heiligen Gemeine
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In läuterndem Vereine
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Mit dem der sie vermittelt durch sein Lieben.
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So ist
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Nicht kann es für der Deutung falsche Bahnen.

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Doch euch will noch was längst der Geist geehret
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Ein Aergerniß und eine Thorheit däuchten.
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Die Kreuze wollt ihr „aus der Erde reißen!“
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Euch blendet des Jahrhunderts Wetterleuchten
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Daß ihr nicht seht wie es die Kreuze mehret,
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Die ihr zu tragen selber seid geheißen.
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Hinauf tragt bis zu weißen
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Berghäubtern euer Kreuz, ja bis zur Wolke,
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Bis euch das Herz bricht! O nur solche Sühne
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Kann von der Alp zur Düne
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Erlösung endlich bringen allem Volke!
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Der Edeln Arbeit, nicht die Lust der Bösen,
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Kann uns im Himmel und auf Erden lösen.

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So sei mir denn gegrüßt, zum Trutz Verächtern,
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O Zeichen das uns Opferweihe lehret,
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Bis einst aus Männerernst und Frauenthränen
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Des Volkes Seele reingewaschen kehret
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Und Heil erblüht den künftigen Geschlechtern!
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Du Menschheitswappen, wie auch alles Wähnen
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Und mißverstand'ne Sehnen
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Der Sterblichen dich mag entgeistet haben,
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Sei mir gegrüßt, wo ich dich immer schaue,
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Gegrüßt, wie ich vertraue,
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O Kreuz, all deinen süßen Himmelslaben!
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Wie bist du streng und dunkelst ernste Schauer!
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Wie bist du mild und lichtest jede Trauer!

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Wie tief das Leid war, also hoch wird Lust sein,
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Und wie die Klage war, wird sein Frohlocken
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Wenn Gottes Reich mit festlichem Gesumme
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Dereinst verkünden aller Lande Glocken.
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Still sagt dann Jedem seliges Bewußtsein
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Daß heilumflutet letztes Weh verstumme.
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Denn gleich ist ja die Summe
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Die Gott uns wog der Schmerzen und der Wonnen
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Und enden muß die sühnende Geschichte
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In höchster Hulden Lichte
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Wie sie mit tiefem Falle hat begonnen.
116
Laß mich, o Kreuz! in deines Kelches Schrecken
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Der Heilvollendung Maß und Umfang schmecken.

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Und bricht zuletzt der Erde Bau zusammen
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Weil schlaff der Bogen, weil der Pfeil am Ziele,
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Und schmiegt der Erdgeist andrer Ströme Wogen
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Sich an, zu spielen ew'gen Lebens Spiele,
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Nur rettungsthätig neustets wird entflammen
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Sich ew'ge Liebe, neustets angezogen
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Wird heil'gen Streites Bogen,
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Bei immer neuem Ziel wirft unverwendlich
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Aus Schmerzensnacht das
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Nach glanzumstraltem Heile,
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Und Kranz um Kranz erblutet es unendlich.
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Sprich's aus und wenn dich Schauer überliefen:
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Ich sah das Kreuz in allen Himmelstiefen.

(Candidus, Karl: Der deutsche Christus. Fünfzehn Canzonen. Leipzig, 1844.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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