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Du Sängerin, tonvolle Muse flieh;
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Erato, schwinge dich jezt leichter jezt geschwinder!
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Sey wie des Helden Blick, und sieh:
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Nahm mit sich die Philosophie,
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Und Ihn begleiteten Apollo’s schönste Kinder,
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Thalia warfen ihre Kränze
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Ihm an die Brust; und bey der Spree
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Stritt die Najade mit dem Lenze,
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Daß Er mit keiner grünen Pracht
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Dem größten Könige das Ufer schön gemacht.
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Der Frühling wandte sich, und ließ die Nymphe klagen,
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Und lächelte dem Helden nach,
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Der von dem Streitroß ward getragen,
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Das mit Ihm durch die Feldschlacht brach
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Bey Liegnitz und bey Torgau, schnaubend
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Aus seiner Nase Dampf und Glut,
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Und donnernd mit dem Huf, wenn heiße Feindeswut
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Dies edle Roß, von Menschenblut
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Oft roth gefärbt, bis an die Mähne,
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Trug den Monarchen jezt durch Fluren, wo die Thräne
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Des Wolkenhimmels, in der Nacht
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Den Staub gelöschet und mooßweiche Bahn gemacht,
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Und Veilchen schnell hervorgebracht,
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Auf beyden Seiten Ihm zu blühen.
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Er kam, und Phöbus fuhr in aller seiner Pracht
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Ihr steinern Haupt, verwundrungsvoll,
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Da, wo in goldner Zeit sein Saitenspiel erscholl.
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Pompejus neigte den Cäsaren
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Die Stirne zu, vergaß in diesem Augenblick,
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Daß beyde seines Ruhms und Hauses Feinde waren;
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Und frug: „Wie? Kommt der Held zurück?
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„verberget euch mit mir, o Römer! alle Celten,
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„ambronen, Gallier, und was aus beyden Welten
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„sich jemals wider Rom erkühnt!
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„bezwungne Parther, Thracier und Scythen,
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„die grimmig noch zu seyn gefesselt sich bemühten;
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„denn jeglicher Triumph verdient
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„nicht mehr den Namen; seht die größern Lorbeerreiser
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Er sprachs: da bückten sich Roms hochberühmte Kayser;
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Pompejens Lobspruch ward geglaubt.
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Die Cäsars schwiegen, und die Griechen
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Vom Agamemnon an bis zum Leonidas,
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Belegten seiner nun versöhnten Feindin Haß,
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Laconisch mit schuldlosen Flüchen,
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Weil Sie, durch ihren dritten Krieg,
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Den Ruhm des Siegers, der schon alles überstieg,
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Bis zur Unsterblichkeit erhoben —
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O Muse! sangst du Seinen Sieg,
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So kenn auch deine Pflicht,