Die Vergänglichkeit

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Johann Peter Hebel: Die Vergänglichkeit (1803)

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Närsch, d’ Lüt sin nümme do, wenns
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brennt, sie sin —
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wo sin sie? Seig dn frumm, und halt di
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wohl,
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geb, wo de bisch, und bhalt di Gwisse rein!
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Siehsch nit, wie d’ Luft mit schöne Sterne
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prangt!
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’s isch iede Stern verglichlige ne Dorf,
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und witer oben isch e schöni Stadt,
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me sieht sie nit vo do, und haltsch di gut,
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se chunnsch in so ne Stern, und ’s isch der
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wohl,
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und findsch der Aetti dört, wenns Gottswill
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isch,
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und ’s Chüngi selig, d’ Mutter. Oebbe
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fahrsch
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au d’ Milchstroß uf in die verborgeni Stadt,
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und wenn de sitwärts abe luegsch, was siehsch?
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e
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verchohlt,
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der Blauen au, as wie zwee alti Thürn,
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und zwische drinn isch alles use brennt.
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bis tief in Boden abe. D’ Wiese het
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ke Wasser meh, ’s isch alles öd und schwarz
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und todtestill, so wit me luegt — das siehsch,
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und seisch di’m Cammerad, wo mitder goht:
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„lueg, dört isch d’
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„het Belche gheiße! Nit gar wiit dervo
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„isch Wisleth gsi, dört hani au scho glebt,
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„und Stiere g’ wettet, Holz go Basel gführt,
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„und brochet, Matte g’raust, und Liecht-
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Spöh’ gmacht,
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„und gvätterlet, biß an mi selig End,
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„und möcht iez nümme hi.“ —
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Laubi, Merz!

([Hebel, Johann Peter]: Allemannische Gedichte. Karlsruhe, 1803.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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