Die Vergänglichkeit

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Johann Peter Hebel: Die Vergänglichkeit (1803)

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Je ’s isch nit anderst, lueg mi a, wie
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d’ witt,
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und mit der Zit verbrennt die ganzi Welt.
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Es goht e Wächter us um Mitternacht,
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e fremde Ma, me weiß nit, wer er isch,
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er funklet, wie ne Stern, und rüeft:
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Wacht auf, es kommt der Tag!“ —
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Drob röthet si
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der Himmel, und es duudert überal,
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z’ erst heimli, alsgmach lut, wie sellemol
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wo Anno Sechsenünzgi der Franzos
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so uding gschoße het. Der Bode wankt,
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aß d’ Chilch-Thürn guge; d’ Glocke schla-
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gen a,
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und lüte selber Bet-Zit wit und breit,
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und alles betet. Drüber chunnt der Tag;
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o, bhütis Gott, me brucht ke Sunn derzu,
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der Himmel stoht im Blitz, und d’ Welt
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im Glast.
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Druf gschieht no viel, i ha iez nit der Zit;
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und endli zündets a, und brennt und brennt,
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wo Boden isch, und niemes löscht; es
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glnmst
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zlezt selber ab. Wie meinsch, siehts us
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derno?

([Hebel, Johann Peter]: Allemannische Gedichte. Karlsruhe, 1803.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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