Das Hexlein

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Johann Peter Hebel: Das Hexlein (1803)

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Und woni uffem Schnid-Stuhl sitz
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für Basseltang, und Liechtspöh schnitz,
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se chunnt e Hexli wohlgimuth,
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und frogt no frey: „Haut’s Messer gut?“

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Und seit mer frey no Gute Tag!
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und woni lueg, und woni sag:
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„’s chönnt besser go, und Große Dank!“
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se wird mer ’s Herz uf ei mol chrank.

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Und uf, und furt enanderno,
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und woni lueg, ischs nümme do,
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und woni rüef: „Du Hexli he!“
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se gits mer scho kei Antwort meh.

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Und sieder schmekt mer ’s Esse nit;
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stell umme, was de hesch und witt,
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und wenn en anders schlofe cha,
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se höri alli Stunde schla.

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Und was i schaff das g’rothet nit,
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und alli Schritt und alli Tritt,
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se chunnt mer ebe das Hexli für,
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und was i schwetz, isch hinterfür.

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’s isch wohr, es het e Gsichtli gha,
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’s verluegti si en Engel dra;
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und ’s seit mit so ’me freie Muth,
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so lieb und süß: „Haut ’s Messer gut?“

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Und leider hani’s ghört und gseh,
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und sellemols und nümme meh;
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dört ischs an Hag und Hurst verbey,
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und witers über Stock und Stei.

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Wer spöchtet mer mi Hexli us,
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wer zeigtmer siner Mutter Hus?
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J lauf no, was i laufe cha,
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wer weiß, se triffi’s doch no a!

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J lauf no alli Dörfer us,
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i such und frog vo Hus zu Hus,
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und würd mer nit mi Hexli chund,
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se würdi ebe nümme gsund.

([Hebel, Johann Peter]: Allemannische Gedichte. Karlsruhe, 1803.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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