Der Carfunkel

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Johann Peter Hebel: Der Carfunkel (1803)

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So verzehlt der Aetti, und mit engbrüstigem
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Othem
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seit iez d’ Muetter: „Bisch bal serig? Mach
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mer die Meidli
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„nit so z’förche, ’s sin doch nummen er-
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dichteti Mährli!“ —
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„jo, i bi io ferig!“ erwiedert der Aetti,
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„dört lit er
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„mit sim Ring im Dorneghürst, wo d’
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Trostle nit singe.“
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Aber d’ Marei seit: „O Muetter, wer
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wird em denn förche!
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„denksch, i merk nit, was er meint, und
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was er will sage?
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„jo, der Vizli Buzli, das isch die bösi
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Versuchung.
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„lokt sie nit, und führt sie nit in Sünden
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und Elend,
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„wenn e Mensch nit bete mag, und folgt
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nit, und schafft nüt!
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„und der lockig Chnab isch gueti Warnig
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im Gwisse.
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„o, i chenn mi Aetti wohl, und sini Gi-
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danke!“

([Hebel, Johann Peter]: Allemannische Gedichte. Karlsruhe, 1803.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Johann Peter Hebel
(17601826)

* 10.05.1760 in Geburtshaus Johann Peter Hebel, † 22.09.1826 in Schwetzingen

männlich, geb. Hebel

deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge

(Aus: Wikidata.org)

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