Shakespeare an einen deutschen Fürsten

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Theodor Fontane: Shakespeare an einen deutschen Fürsten (1851)

1
Du liebst die Kunst, und ziehst ihr friedlich Walten,
2
Ihr Auferbaun dem Lärm der Schlachten vor;
3
Die Schönheit und das Ebenmaaß der Alten,
4
Wie meines Geist’s lebendige Gestalten —
5
Du würdigst sie mit oft erprobtem Ohr.
6
Setz’ ein in alte, wohlverdiente Rechte
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Die Dichterfürsten der Vergangenheit,
8
Doch zwiefach schaff’ dem heutigen Geschlechte
9
Und seinen Dichtern, Fürst, Gerechtigkeit.

10
Die Kunst ist frei; sie duldet keine Fessel,
11
All’ ihr Gesetz ist Schönheit und Natur;
12
Das Schwert des Zornes und des Witzes Nessel
13
Entreiß ihr nicht, es braut ihr Zauberkessel
14
Am Freiheitsfeuer Zaubertränke nur;
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Ich suchte mir und fand die Missethäter,
16
Elisabeth, auf Deiner Väter Thron;
17
Wer aber zahlt dem tückischen Verräther,
18
Der Kronen trägt, auch heut noch seinen Lohn?

19
Wohlan denn Fürst, sei Du der Kunst Erretter,
20
Nimm ihr das Joch, darin sie schuldlos litt,
21
Frei sei der Dichter und die Welt der Bretter,
22
Ob immer auch ein throngeborner Vetter
23
Als Richard Gloster auf die Bühne tritt.
24
Du liebst die Kunst; was Licht und Sonnenschimmer
25
Der Blume sind, ist ihr die Fürstengunst,
26
Doch wie die Blume, Fürst, im Erdreich immer,
27
So

(Fontane, Theodor: Gedichte. Berlin, 1851.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Theodor Fontane
(18191898)

* 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin

männlich, geb. Fontane

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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