1.

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Theodor Fontane: 1. (1851)

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Herr Darnley reitet in den Wald, Lord Ruthven
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ihm zur Seite;
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Herr Darnley spricht: „was frommt es mir, daß
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in den Lenz ich reite?
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Ich ritt hinaus ein Schreckgespenst mir aus dem
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Sinn zu schlagen,
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Ihr aber Ruthven hastet Euch in’s Feuer Oel
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zu tragen.“

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Lord Ruthven streicht den rothen Bart, als sei
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er des zufrieden,
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Er schweigt, und denkt nur: „wenn es heiß, soll
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man das Eisen schmieden“;
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Seit an Maria’s Ohr er frech ein Liebeswort
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verloren,
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Hat er der schönen Königin im Herzen Haß
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geschworen.

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Er spricht kein Wort, beredter spricht sein Lächeln
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jetzt und Schweigen,
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Er sieht, von Schritt zu Schritt, das Blut in
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Darnley’s Wange steigen,
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Der ruft: ”sing aus Dein Rabenlied, und spricht's
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wie Deine Blicke,
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Verdamm mich Gott, wenn ich den Fant nicht
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in die Hölle schicke!“

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Lord Ruthven streicht den rothen Bart, und spricht:
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„so soll ich’s glauben
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Mein Herr und König zweifle noch am Spiel
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der frommen Tauben?
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Er wisse nicht, was Jeder weiß vom schottschen
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Königsstuhle,
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Daß Heinrich Darnley’s ehlich Weib des David
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Rizzio Buhle!“

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Herr Darnley kehrt gen Edinburg, er hält vor
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seinem Schlosse:
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„lord Ruthven — spricht er — so’s beliebt,
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ihr mein Jagdgenosse;
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Der Fuchs ist schlau, doch bärg er sich in
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Kleides Falten,
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Ich jag ihn auf, noch heute Nacht will meinen
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Schwur ich halten.

(Fontane, Theodor: Gedichte. Berlin, 1851.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Theodor Fontane
(18191898)

* 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin

männlich, geb. Fontane

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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