Die Strandbuche

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Theodor Fontane: Die Strandbuche (1851)

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Hoch auf meerumbrauster Düne ragt in voller
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Eine Buche; „Mutter — ruft sie — wieder kam
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Wieder hat’s aus grünem Seetang viel der Kränze
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Hat mir Bernsteinschmuck gespendet, und von

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„mutter, schilt es nicht Verführer, sag nicht,
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Treulos ist allein die Schwäche und gewaltig
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Hieltest Du mich nicht umklammert, Mutter
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Wär ich Nachts, als es mich lockte, hin an seine

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„„Sturm herbei!““ rief wild-aufjauchzend jetzt
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Und auf hundert Wolkenrossen jagte schnaubend
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„„Auf! entwurzle mir die Buche, ’s gilt der Sehn-
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Wär sie frei, sie würde selber sich in meine

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„„Arme Thörin, die des Meeres eitlen Liebes-
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Jeder Tanne spend ich Bernstein, jede Buche
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Nicht um
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Und der Liebe Wonne wird Dich bald wie Todes-

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Tiefes Schweigen; — aber plötzlich kracht die
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Blätterstiebend stürzt sie nieder wie ein grüner
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Laut erbrausend heißt sein neues Opfer jetzt das
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Hochaufschäumend hat’s der Riese an die Wellen-

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„weh, halt ein in Deinem Rasen, das mich zu
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So entblättert nicht die Liebe, so entblättert
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Doch die Leidenschaft des Riesen kennet nicht der
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Und er spielt mit seinem Opfer, bis es todt in

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Aber dann, als ob er Abscheu gegen eine Leiche
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Hat er seiner Lüste Spielzeug wieder an den
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An dem Fuß der Düne, deren Gipfel einst der
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Hat die alte Mutter Erde ihr entführtes Kind

(Fontane, Theodor: Gedichte. Berlin, 1851.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Theodor Fontane
(18191898)

* 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin

männlich, geb. Fontane

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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