IiI

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Heinrich Heine: IiI (1827)

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In dem Schloß zu Alkolea
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Ist verschollen Lust und Klingen,
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Herr'n und Damen sind verschwunden,
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Und erloschen sind die Lichter.

5
Donna Clara und Almansor
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Sind allein im Saal geblieben;
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Einsam streut die letzte Lampe
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Ueber beide ihren Schimmer.

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Auf dem Sessel sitzt die Dame,
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Auf dem Schemel sitzt der Ritter,
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Und sein Haupt, das schlummermüde,
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Ruht auf den geliebten Knieen.

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Rosenöhl, aus gold'nen Fläschchen,
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Gießt die Dame, sorgsam sinnend,
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Auf Almansors braune Locken —
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Und er seufzt aus Herzenstiefe.

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Süßen Kuß, mit sanftem Munde,
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Drückt die Dame, sorgsam sinnend,
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Auf Almansors braune Locken —
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Und es wölkt sich seine Stirne.

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Thränenfluth, aus lichten Augen,
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Weint die Dame, sorgsam sinnend,
23
Auf Almansors braune Locken —
24
Und es zuckt um seine Lippen.

25
Und er träumt: er stehe wieder,
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Tief das Haupt gebeugt und triefend,
27
In dem Dom zu Corduva,
28
Und er hört' viel dunkle Stimmen.

29
All die hohen Riesensäulen
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Hört er murmeln unmuthgrimmig,
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Länger wollen sie's nicht tragen,
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Und sie wanken und sie zittern;

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Und sie brechen wild zusammen,
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Es erbleichen Volk und Priester,
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Krachend stürzt herab die Kuppel,
36
Und die Christengötter wimmern.

(Heine, Heinrich: Buch der Lieder. Hamburg, 1827.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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