XxXV

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Heinrich Heine: XxXV (1827)

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Ich rief den Teufel und er kam,
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Und ich sah ihn mit Verwund'rung an.
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Er ist nicht häßlich, und ist nicht lahm,
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Er ist ein lieber, scharmanter Mann,
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Ein Mann in seinen besten Jahren,
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Verbindlich und höflich und welterfahren.
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Er ist ein gescheuter Diplomat,
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Und spricht recht schön über Kirch' und Staat.
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Blaß ist er etwas, doch ist es kein Wunder,
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Sanskritt und Hegel studiert er jetzunder.
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Sein Lieblingspoet ist noch immer Fouqu
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Doch will er nicht mehr mit Kritik sich befassen,
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Die hat er jetzt gänzlich überlassen
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Der theuren Großmutter Hekate.
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Er lobte mein juristisches Streben,
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Hat früher sich auch damit abgegeben.
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Er sagte, meine Freundschaft sey
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Ihm nicht zu theuer, und nickte dabei,
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Und frug: ob wir uns früher nicht
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Schon einmal gesehn bei'm span'schen Gesandten?
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Und als ich recht besah sein Gesicht,
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Fand ich in ihm einen alten Bekannten.

(Heine, Heinrich: Buch der Lieder. Hamburg, 1827.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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