XxIII

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Heinrich Heine: XxIII (1827)

1
Warum sind denn die Rosen so blaß,
2
O sprich, mein Lieb, warum?
3
Warum sind denn im grünen Gras
4
Die blauen Veilchen so stumm?

5
Warum singt denn mit so kläglichem Laut
6
Die Lerche in der Luft?
7
Warum steigt denn aus dem Balsamkraut
8
Hervor ein Leichenduft?

9
Warum scheint denn die Sonn' auf die Au'
10
So kalt und verdrießlich herab?
11
Warum ist denn die Erde so grau
12
Und öde wie ein Grab?

13
Warum bin ich selbst so krank und so trüb',
14
Mein liebes Liebchen, sprich?
15
O sprich, mein herzallerliebstes Lieb,
16
Warum verließest du mich?

(Heine, Heinrich: Buch der Lieder. Hamburg, 1827.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Heinrich Heine
(17971856)

* 13.12.1797 in Düsseldorf, † 17.02.1856 in Paris

männlich, geb. Heine

| Bleivergiftung

deutscher Dichter und Publizist

(Aus: Wikidata.org)

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