Wer weiß wozu das gut ist

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Figurenkonstellation

August Kotzebue

Wer weiß wozu das gut ist (1815)

Ein Schwank in Einem Akt

Uraufführung1814

Schauplatz(Der Schauplatz ist eine Stube in des Schneiders Hause. An einer Seite ein Bett mit Vorhängen, an der andern ein großer mit Tuch behangener Tisch, auf welchem Schneider-Geräthschaften und allerley angefangene Arbeit liegen. Im Winkel steht ein hoher Kasten mit Deckel.)

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Erste Scene.

Meister Sparbüchs
allein.
(indem er seinen Sonntags-Rock anzieht.)
Nicht einmal ruhig in die Kirche gehn kann ein Vater am lieben Sonntage, wenn er eine mannbare Tochter im Hause hat. Die ganze Woche hindurch hab' ich mir's sauer werden lassen. Den will ich sehn, der aus dem feinen blauen Tuche für den dicken Amtmann einen Oberrock herausgeschneidert, und doch zwey Ellen erübrigt hätte. Ein bisgen knapp wird der Rock wohl sitzen, aber ich hab's doch prästirt. Und die drey Ellen Atlas von dem Kleide der Frau Commercien-Räthin – dazu gehört eine kunstreiche Hand. Die Schleppe wird freylich ein bisgen kurz seyn, aber es gibt ja noch Frauenzimmer genug, die mit langen Schleppen die Dielen fegen. – Sünde? Possen! wo steckt denn die Sünde? der Herr Amtmann hat seinen Oberrock, die FrauCommercien-Räthin ihr Kleid, mehr ist nicht veraccordirt. Nach Lappen haben sie freylich gefragt, aber da konnt' ich mit gutem Gewissen schwören: ich habe keine. Ellen sind ja keine Lappen, und gesetzt, der liebe Gott nähme solche Kleinigkeiten übel, dafür hat man ja den Sonntag und die Kirche, da wird alles christlich abgebetet.
Aber das Gemüth muß ruhig seyn, und während man fromm in der Kirche zwey Hände faltet, muß daheim die Jungfer Tochter nicht vier Hände falten. – Käthgen spricht, sie hätte den Schnupfen, sie könnte heute nicht mit mir gehn? Der Schnupfen kommt mir bedenklich vor. – He! Steffen!

(August von Kotzebue: Wer weiß wozu das gut ist. Ein Schwank in Einem Akt. In: Almanach Dramatischer Spiele zur geselligen Unterhaltung auf dem Lande. Dreizehnter Jahrgang. Leipzig: Hartmann1815, S. 271–336.Aus: Fischer, Frank, et al. Programmable Corpora: Introducing DraCor, an Infrastructure for the Research on European Drama. In: Proceedings of DH2019: Complexities, Utrecht University, 2019.)

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