Belian und Marpalye

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Bruno Ertler

Belian und Marpalye (1924)

Ein Traumspiel

Uraufführung1924

SchauplatzVor- und Nachspiel gehen auf einem Vorwerk des Schlosses an einem Sommernachmittag des Jahres 1920 vor sich. Die Bilder spielen in und vor der festen Burg Belians in unsicherer Vergangenheit und Zukunft.

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Vorspiel

Auf einem sommerlich grünen Hügel mit weitem Blick ins helle Land. Tief unten zieht ein breiter, silberner Fluß, dahinter Hügelketten, grün, blaugrün, bis endlich ein blauer Bergzug, scharf vom Himmel abgehoben, den Horizont begrenzt. Rechts, die Fernsicht rahmend, ein halbverfallener Wartturm, an dessen grauer Quaderwand hoch oben noch ein Umgang erkennbar ist, von dem ein Pförtchen ins Innere führt. Unter dem Umgang ein Fenster mit verrosteten und verbogenen Eisenstäben. Das Erdgeschoß des Turmes zeigt vorn eine große, hölzerne Türe, offenbar späteren Datums, so daß man annehmen kann, dieser Teil des Turmes diene noch als Wohnraum oder etwa als Werkzeugschuppen oder Vorratskammer. Am Turm vorbei, schief über die Bühne nach links hinten, führt ein gepflegter Weg. Ebenso ist der Platz um den Turm parkmäßig gehalten, niedrig eingezäunt und mit Blumenarrangements verziert. Ganz links vorn ein Baum mit Rundbank. Vom Hauptweg führt ein Weg hinter den Turm nach rechts. Links im Hintergrund sieht man ein noch nicht ganz fertiggebautes Haus. Es läßt sich erkennen, daß der mäßig ausgedehnte Bau von sehr heller, freundlicher Art sein wird, wozu seine Lage auf der höchsten Stelle der Aussicht in vollem Sonnenschein viel beiträgt. Der mit bunten Wimpeln behangene »Gleichenbaum« ist auch noch zu sehen. Bauarbeiter und -arbeiterinnen, durchwegs ganz junge Leute von heiterem Aussehen, sind an und vor dem Bau beschäftigt. Helle Sommersonne, später Gewitterstimmung. Auf der Rundbank links vorn sitzt der alte Mann, die Hände auf den Stock gelegt, in der Sonne rastend. Im Hintergrund neben und hinter dem Turm arbeiten der alte und der junge Gärtner, so daß sie bald verschwinden, bald einer oder beide sichtbar sind. Der junge Gärtner hält sich meist ganz hinten auf und sieht manchmal regungslos sinnend in die Landschaft hinaus, bis ihn der alte wegholt und zur Arbeit weist. Der Fremde, ein Mann in kraftvoller Reife (um dreißig) kommt von rechts vorn, in einfachem Wanderkleid, Stock und Hut in der Hand.

(Bruno Ertler: Dramatische Werke. Herausgegeben von Prof. Dr. Emil Noack unter Mithilfe von Fini Haus-Ertler, Wien: Europäischer Verlag, 1957.Aus: Fischer, Frank, et al. Programmable Corpora: Introducing DraCor, an Infrastructure for the Research on European Drama. In: Proceedings of DH2019: Complexities, Utrecht University, 2019. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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