Die armseligen Besenbinder

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Figurenkonstellation

Carl Hauptmann

Die armseligen Besenbinder (1913)

Altes Märchen in fünf Akten

Uraufführung1913

SchauplatzIrgendwo in einem entlegenen Gebirgsdorf hoch oben am Waldsaume in der letzten Hütte.

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Erster Akt.

Wenn der Vorhang aufgeht, sieht man in Tiefdunkel. Man hört draußen die Elemente brausen und heulen und orgeln. Und als wenn der Wind dazwischen noch extra auf einem Fensterloche pfiffe, mischt sich darein eine feine, schneidende, verlockend süße Geigenmelodie.
Aus dem Tiefdunkel taucht die Beine übereinander geschlagen, gegen ein Fensterkreuz sitzend, die Gestalt des Motz Gothla auf, im grünen, napoleonischen Gardefrack mit goldenen Knöpfen, das weite Hemd offen, die Lederhosen an den Fußgelenken zugebunden, hochrote, gestrickte Pantoffeln an den Knochenfüßen, hängendes, volles, schneeweißes Lockenhaar um den breiten, grundgütigen Totenkopf. Er spielt lächelnd auf seiner Geige die Totentanzmelodie.
Zu seiner Totentanzmelodie, wie ein Schemen schwebend, tanzt ein Paar herein. Ein ganz junges Ding von Dorfmädchen, die kaum sechzehnjährige Rapunzel, im Arm eines schlanken Mannes mit schlichthängendem, leicht ergrauten Braunhaar, des Johannes Habundus. Der Mann in faltigem, braunem Habit mit schwarzem Gürtel und mit schwarzen Passepoilen, die weiten Hosen, die in schwarzen Spitzschuhen stecken, von demselben braunen Zeuge, mit schwarzen Längsstreifen, einen schwarzen Spitzhut auf dem Kopfe. Und mit gepflegtem, braunem Spitzbart. Das Paar tanzt einige Runden, gegen das Tiefdunkel schwebend.
Nachdem das ganze Bild vom Dunkel wieder eingeschluckt ist, und die Geigenmelodie wie in der Ferne verschwindet,

(Carl Hauptmann: Die armseligen Besenbinder. Leipzig: Kurt Wolff Verlag, 1913.Aus: Fischer, Frank, et al. Programmable Corpora: Introducing DraCor, an Infrastructure for the Research on European Drama. In: Proceedings of DH2019: Complexities, Utrecht University, 2019. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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