Die Jungfrau. Zweyter Gesang

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Justus Friedrich Wilhelm Zachariae: Die Jungfrau. Zweyter Gesang (1764)

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So wie am Morgen die schönste der Rosen mit Perlen geschmücket,
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Jhren verschloßnen jungfräulichen Busen am Strale
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Schamhaft eröfnet; sie steht, die herrlichste Zier-
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Unter schützenden Dornen; bey jedem Schmeicheln
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Schauert sie in sich zurück, und erröthet mit höhe-
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Sanfte Gerüche duftet sie aus; sie ist die Mon-
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Aller Blumen, der Flora Geliebte, das Bildniß
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So entfalten sich auch die wachsenden Reize der
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Die ietzt mächtger sich fühlt. Mit braunen schwim-
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Spielt der gauckelnde West, und von dem zierli-
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Der mit der Farbe der Nacht ihr siegendes Auge
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Schauen die Liebesgötter herab. Die stralenden Pfeile
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Treffen die Herzen gewiß. Auf ihren reifenden
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Lächeln die Gratien. Anmuth und Hoheit eröfnen
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In den höhesten Purpur getaucht; wie Perlen da-
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Steht der Zähne geordnete Reih. So rein, wie
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Ist ihr lieblicher Hauch; und weißer, als Lilienblüthe,
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Hebt sich die blendende schwellende Brust. Die Schöne
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Schamhaft; erröthet, und breitet die Blumen am
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Jhre verräthrischen Reize zu decken. Mit zierlichem
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Geht sie wie eine Göttin dahin. Des Jünglin-
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Schauen ihr nach, und kommen so frey nicht wie-
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Sie ist ihrer Gespielinnen Krone, die Schönste der
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Nicht ein einziger stolzer Gedanke, nicht Eine Begierde,
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Niederer Wollust befleckt die immer heitere Seele.
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Neben ihr geht, wie ein schützender Engel, in weis-
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Sicher die Unschuld einher; die unbeleidigte Keuschheit
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Krönt sie, mit einem blühenden Kranz. Jhr Antlitz
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Wenn sie lächelt, die Nacht, und würde Barbaren
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Mit aufwallender Brust bemerken die glücklichen Eltern
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Jhren einsamen Wandel, den sie mit Thaten der
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Heimlich bekrönt, den Augen der Welt im Stillen
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Doch nicht dem Himmel, der Acht auf sie giebt. Jhr
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Wie am Morgen ein Opfer ihm dampft, hoch über die
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Bald schwingt sich der Seraphim schönster, ihr lie-
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Von dem Olymp, und schwebet um sie; sein mächtiger
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Jede Verführung von ihr, verscheucht die eitle Begierde
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Zu ausschweifendem Putz, und Schmähsucht, und
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Die oft hinter dem Reiz der blendenden Schönheit
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Niemals läßt sie umsonst die müßigen Stunden entfliehen,
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Denn sie beschäftigt die Sorge der Wirthschaft; sie scheut
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Von den Schönen gefürchteten, Rauch. Bald eilt sie
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Und begießt mit dem silbernen Quell ihr Bildniß, die Rose,
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Oder die bunte Ranunkel, und nennet mit Namen die
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Oft auch sitzt sie am Rahmen, und schaft auf dem
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Helle Gefilde, den schattichten Wald, und farbichte Blumen;
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Oder sie windet die glänzende Seide zum einfachen
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Jhres Kastanienhaars, und macht sich allen den Putz selbst,
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Ungekünstelt, natürlich und schön, den ihre Gespielen
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Wundernd beneiden, gezwungen erheben, nie selber
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Sinkt nun vom Abend die Ruh und die Stille zum
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Und der freundliche Mond hängt über den einsamen
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So tönt oft, am hohen Klavier, und zur silbernen Laute,
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Jhr bezauberndes Lied. Dann horchen die schweigen-
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Um ihr stilles Gemach; wetteifernd singet dazwischen
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Philomele; der murmelnde Bach fließt sanfter; der
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Lauscht auf Rosengewölk; die angelockten Najaden
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Recken ihr Haupt aus der Fluth, und tanzen in
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Nach dem harmonischen Schall, und heller und freund-
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An dem Himmel der Mond, der ihre Tänze beschauet.
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Oft ergreift sie ein lehrendes Buch, und höret
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Eines unsterblichen Dichters, die großen harmonischen
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Tugendlehrender Barden. Jhr tönen nicht Lesbische
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Oder das Tejische Lied. Der Sionitischen Musen
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Göttlichen Harfenklang hört sie entzückt, und liebt die
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Dir, ehrwürdige Tugend, zum Ruhm; nicht jene, voll
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Oder taumelnd von Wein, die den wilden entheiligten
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In die bezauberten Herzen entströmen. Nicht schaale
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Stecken sie an mit der Pest der lachenden Wollust.
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Nur die heldenmüthge Clarissa, die würdige Byron,
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Werden zu ihrem Umgang gerufen. Zwar haben die
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Mit dem kastalischen Quell sie selber getränket; ihr
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Oft ein glückliches Lied aus ihrer schöpfrischen Feder;
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Aber sie läßt sich zu leicht nicht blinde Schmeichler
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Vor den Augen der Welt sich auf dem Pindus zu zeigen,
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Und den erzwungenen Kranz sich um die Schläfe zu
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So fließt sanft ihr Leben dahin, an schuldlosen
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Und an stillen Ergetzungen reich. Die rauschenden Feste
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Schwärmender Thoren sind nicht für sie. Sie liebet
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Doch nicht die Mummereyen der Nacht, wo wilde
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Frech durch Bosheit, und Wollust, und Wein, die
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Auch läßt sie, die blutige Jagd, dem härtern Geschlechte;
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Stürzt nicht mit wüthendem Bley die fliehende Hindin
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Und überhohlt nicht mit Donner den Flug der steigenden
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Sie besteigt nicht das muthige Roß; der drohende
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Deckt nicht die offene Stirn. Warum soll weibliche
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Furchtbar den Augen erscheinen, und glänzend in Waf-
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Ist ihr Reiz nicht mächtig genug? Was sollen ihr
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Jhr bescheidnes Gewand erhebt die weibliche Schönheit
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Mehr, als der drohende Huth mit Straußengefieder
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So mit Tugend geschmückt, im stillen sittsamen
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Sieht sie ein edelmüthiger Jüngling, die einzige
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Eines glänzenden Hauses. Er fühlt die süsse Bezaubrung
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Jhres siegenden Augs. In seinen anbetenden Blicken
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Redet die treueste Liebe für ihn. Die Schöne bemerket
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Seine verborgenen Flammen; die junge glühende Wange
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Stralet mit höherem Roth, und zärtliche holde Ver-
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Hebet jeglichen Reiz, indem er mit feurigen Lippen
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Ganz in Entzückung die Hand ihr küßt. Sie wendet
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Schamhaft zur Seite; dann bebt ihr Verehrer erschro-
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Glaubt sie beleidigt zu haben, und kennt nicht seine
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Aber sein schmeichelndes Bild schwebt stets der Schönen
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Wenn am Abend zum öden Gemach die Schwermuth
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Die zu Liebenden gern sich gesellt, und unter den Lauben
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Sich ihr irrender Schritt voll füsser Gedanken verlieret,
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Dann erblickt sie, getäuscht von wachenden Träumen,
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Vor sich stehn, und hört noch entzückt die schmeichelnden
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Seiner Bewundrung; dann steigt in der Brust der
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Ganz die Seine zu werden. Der traurige Jüngling
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Bleibt lang ungewiß über sein Glück, und hoffet vergeblich
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Lange dunkele Tage mit fester Treue vorüber.
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Endlich erklärt sich die Lieb im Triumph. Der fröhli-
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Schwinget die Fackel; in Thränen der Freude zerflies-
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Und, in Entzückung versenkt, sehn die Verliebten am Altar
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Nun auf ewig ihr Bündniß verknüpft. Es treufeln
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Ueber sie Seegen und Wonne. Die frohen jauchzen-
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Schallen umher, und sagens der Stadt; bis endlich
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Von dem Abendstern winkt, und von jungfräulichen Locken
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Jhr, nicht ohne Thränen und Weigern, der Brautkranz

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Justus Friedrich Wilhelm Zachariae
(17261777)

* 01.05.1726 in Bad Frankenhausen/Kyffhäuser, † 30.01.1777 in Braunschweig

männlich, geb. Zachariae

deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber und Komponist

(Aus: Wikidata.org)

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