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Jung und behertzter held/ fürst/ dessen witz und list
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Nicht eine späte frucht des faulen alters ist;
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Der nach der götter art auff keinen diener bauet/
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Allein in allem herrscht/ und alles selber schauet.
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Mein könig und mein herr/ wofern ich mit bedacht
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Bißher für deinen ruhm noch keinen verß gemacht;
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So ist es darum nicht/ als ob ich/ wie ich solte/
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Dir den verdienten preiß nicht willig opffern wolte:
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Nein; sondern weil ich nicht zum loben tüchtig bin:
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Denn meine Muse bebt/ und mein verwirrter sinn
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Erzittert für der last so einer schweren bürde;
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Aus furcht/ im fall ich dich nicht recht besingen würde/
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Daß ich bey deiner pracht und deiner hoheit schein/
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Auf deinen lorbeer-krantz nur dürffte flecken streun.
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Drum mag ich selber mich mit keinem wahne blenden/
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Ich messe meinen lauff nach meinen schwachen lenden/
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Und bin vernünfftiger bey meiner blödigkeit/
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Als andre/ die mit schimpff und aus verwegenheit/
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Durch abgeschmackten rauch dir dein altar entzieren:
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Die auf der ehren-bahn/ wo nutz und geitz sie führen/
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An deinem nahmen sich fast halb zu tode schreyn/
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Durch meldung deiner macht dir nur beschwerlich seyn/
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Und täglich/ wie du weist/ mit einer heisern kehlen
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Dir dein selbeignes thun und deinen sieg erzehlen.
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Der fängt ein schäfer-lied mit stoltzen worten an/
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Und stellet eingangs gleich sich selber auff die bahn;
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Indem er seinen ruhm an jede zeile hänget/
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Und dein durchlauchtes lob mit narren-dunst vermenget.
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Ein ander quält umsonst beym reimen den verstand
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Und nimt wohl zwantzig mahl die raspel in die hand/
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Und endlich sucht er dich/ o ungemeine sachen!
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Am ende des Sonnets der sonne gleich zu machen.
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Zwar ihre feder ist vom Helicon veracht:
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Die Musen haben längst zur fabel sie gemacht:
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Calliope hat nie die stümper angesprochen;
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Und Pegasus hat sich für ihnen gar verkrochen.
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Jedennoch wenn man sieht/ mit was für zuversicht
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Jhr frecher hochmuth dir Apollens gunst verspricht/
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So dächte man wohl gar/ daß sie sein hertz in ketten/
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Und den geweihten berg zu ihren diensten hätten.
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Ja wenn man ihnen glaubt/ so sind sie in der welt
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Vom Phöbus gantz allein für deinen ruhm bestellt/
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Und dein gepriesner nahm’ in süden/ west und norden/
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Ist/ ihrer meynung nach/ durch sie unsterblich worden.
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Dein nahme/ welcher doch durch sein belebtes licht
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Jhr bäurisches geblüt’ ein wenig auffgericht:
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Und der allein gemacht/ daß ihre kluge grillen
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Nicht längst den hohlen bauch der matten würmer füllen.
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Denn dieser schützet sie: gleich wie man etwa sieht/
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Daß sich ein schwacher baum durch stützen auffwerts zieht/
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Der ohne diese krafft/ durch die er nun kan steigen/
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Sich sonsten gantz verschmacht zur erden würde neigen.
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Doch alles straff ich nicht/ und mein vermeßner kiel
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Verwirfft nicht/ daß man dir/ o held/ gefallen will.
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Von so unzehlichen/ die deinen nahmen nennen/
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Kennt die Apollo schon/ die dich recht loben können.
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Und unter dieser zahl/ die deine thaten preißt/
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Findt man so wohl Corneill’ als Pelletierens geist.
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Das aber kan ich nicht in meinem hertzen leiden/
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Daß einer/ der den verß muß nach dem reime schneiden/
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Sich gantz unnöthig zwingt/ dir weyrauch aufzustreun.
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Wer den August besingt/ der muß ein Maro seyn.
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Und jener held that recht/ der nicht gestatten wolte/
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Daß/ nechst Apellens hand/ ihn iemand mahlen solte.
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Ich demnach/ der den mund des Phöbus nie geschmeckt/
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Und von den Musen bloß ein wenig milch geleckt/
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Denck’ immer/ daß die zeit mich noch wird klüger machen.
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Darum bemüh ich mich nur in geringen sachen:
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Und da dein helden-arm/ für dem die erde bebt/
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Mit blitzen in der hand recht und gesetz’ erhebt/
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Und die verstockten weiß mit straffen zu bedräuen/
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Brauch ich den feder-kiel/ die laster auszuschreyen;
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Klag’ ohne schmeicheley mich selbst am schärffsten an/
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Und sage dem papier offt was mein hertz gethan.
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Daher/ wenn sich in mir die straff-begierde rühret/
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Folg’ ich der biene nach/ die/ wenn der lentz regieret/
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Die krafft den blumen stiehlt/ und honig daraus schafft:
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So koch’ aus thorheit ich hingegen wermuth-safft.
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Ich wandre alles durch/ wovon ich nur kan singen/
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Und halte keinen weg/ an statt/ den kiel zu zwingen/
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Erlaub’ ich ihm vielmehr/ ich muß es nur gestehn/
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Bey dieser freyen kunst gerade durchzugehn.
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Das allerärgste ist/ daß ich das maul verbrenne
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Und gerne jedes ding bey seinem nahmen nenne:
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Das macht/ daß ihrer viel ein stiller zorn entzündt/
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Die nemlich aussen schnee/ von innen kohlen sind:
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Aus furcht/ daß so ein mann/ den lust und ernst auffwecken/
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Nicht ihnen mit der zeit die larven gar abdecken/
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Und nach erlangter macht die sitten umzudrehn/
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Der warheit allzuweit möcht in das hertze sehn.
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Ein so vergifftes volck nimt auch den blossen nahmen
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Von einer stachel-schrifft zu einem zwietrachts-saamen/
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Schleppt jeden/ der nur lacht/ zum richter mit gewalt/
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Und wo nur in der stadt der kleinste ruff erschallt/
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Daß ein gelehrter kopff sich etwa will bemühen/
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Jhr heuchlerisches thun in büchern durchzuziehen/
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So hört man/ wie die brut auf allen gassen schreyt:
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Paris/ es ist geschehn um ehr und redligkeit!
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Ein so abscheulich werck ist nie zuvor erhöret:
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Das heisset/ wider recht und himmel sich empöret.
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Allein verstellet euch/ ihr lügner/ noch so wol!
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Ein kluger weiß ohndem/ wie viel er glauben soll.
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Jhr sucht euch äuserlich mit tugend auszuschmücken/
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Da euren feigen geist doch stoltz und hoffart drücken.
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Eur hertze kennt sich wohl: drum fliehet es das licht
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Und ist nicht gerne da/ wo man die warheit spricht:
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Eur hertz/ das/ wie es scheint/ zwar GOttes wort verspeyet/
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Und dennoch den Tartuff’ und Moliere scheuet.
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Doch wo verfall ich hin? mein fehler hengt mir an.
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Du siehest/ grosser held/ daß ich nicht schmeicheln kan.
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Ich mag wie andre nicht aus zwergen grosse sachen/
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Aus hasen Hercules/ aus narren engel machen.
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Ich lauffe keinem nach/ und meine flamme brennt
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Für keinen Jupiter/ der nicht die tugend kennt.
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Man wird mich niemals sehn/ auch gar in solchen dingen/
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Die deinen ruhm angehn/ sinn und gedancken zwingen.
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Und wie gefährlich auch mir deine macht kan seyn;
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So solte/ stimmte nicht das hertze mit mir ein/
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Mir dennoch weder gut/ noch hoffnung/ noch behagen/
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Dir zu gefallen auch nur einen verß abjagen.
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Alleine wenn ich seh/ wie mühsam sich dein geist
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In mehrung deines reichs und deiner macht erweist;
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An statt/ daß mancher fürst/ den schweiß und arbeit schrecket/
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Den halb verfaulten fuß nicht aus dem lande strecket:
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Ja wenn ich ferner schau/ wie dein gemeßner rath
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Durch süssen überfluß das volck bereichert hat;
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Wie Tag’ und Tiber sich zu deinen füssen bücken;
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Die flotte sonder furcht ins freye meer kan rücken;
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Und dein geübtes heer/ das deinen großmuth liebt/
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Dem adler seine krafft und stärcke wiedergiebt:
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Wie Franckreich unter dir dem glücke selbst befiehlet:
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Wie deine krieges-macht zur see den meister spielet:
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Und endlich/ wie man gold/ auch wider fluth und wind/
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An örtern/ wo die sonn es selber bildet/ findt;
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So frage ich nicht erst/ was saget Phöbus oben:
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Denn alles brennt in mir und hebt dich an zu loben.
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Jedoch den augenblick springt die vernunfft herbey/
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Die unterbricht den lauff der schönen phantasey/
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Und läst mich ärmsten sehn/ wie sehr ich mich vergangen/
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Daß ich dich ohne krafft zu singen angefangen.
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Alsbald entsetz’ ich mich und mein erschrockner kiel
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Steckt bey so schwerer last ihm ein gewisses ziel/
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Und will nicht weiter gehn. Drum schließ ich meine reimen/
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Und wie ein schiff entweicht/ wenn meer und wellen schäumen/
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So seh’ ich auch nicht an/ mein könig/ wo ich bin/
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Entreisse der gefahr und flieh zum ufer hin.