Die glorwürdigste thaten des Durchl. Hauses Hohen-Zollern wider die Türcken an den Großmächtigsten Churfürsten zu Brandenburg Friedrich Wilhelm den Grossen

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Christian Hofmann von Hofmannswaldau: Die glorwürdigste thaten des Durchl. Hauses Hohen-Zollern wider die Türcken an den Großmächtigsten Churfürsten zu Brandenburg Friedrich Wilhelm den Grossen (1697)

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Großmächtigster Marcell/ du adler von den helden/
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Der sich durch tapfferkeit bis an die sonne schwingt/
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Die welt kan mehr von dir als Alexandern melden/
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Kein ore ist/ wo man nicht von deinen thaten fingt.
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Die Barbern reden noch vom blitze der granaten/
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Den dein erlauchter glantz auff ihren kopf gestreut/
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Und deine Majestät verehren Potentaten/
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Vor deren waffen sich auch wohl ein Cäsar scheut/
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Die Tartarey hat schon vor zweymahl funffzehn jahren
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Zu dir nach Königsberg gesandten abgeschickt/
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Jtzt kommen andre mehr auch von dem grossen Czaaren/
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Wer weiß/ wer künfftig noch nach deinem throne blickt?
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Die Türcken fürchten sich vor dir als vor dem wetter/
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Weil dein geschütz so starck auf sie gedonnert hat/
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Sie sagen selbst/ du seyst der Christen ihr erretter/
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Vor deiner krieges-macht bestehe keine stadt:
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So muß/ Durchlauchtigster/ dein starcker arm bezeigen/
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Daß Brandenburgisch blut voll lebens-geister steckt/
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Daß aus berühmtem stamm auch wieder helden steigen/
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Vor derer kühnen faust die barbarey erschreckt.
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Gewiß von adlern wird auch adlers-art gebohren/
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Und wie die wurtzel ist/ so pflegt die frucht zu seyn/
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Der Ahnen ehr und ruhm die sind der tugend sporen/
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Jhr blut das flößt zugleich den andern feuer ein.
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Darumb so wächst noch stets der Brandenburger hertze/
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Das durch entflammten trieb die schönsten palmen findt;
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Es brennt in ihrer brust noch immerfort die kertze/
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Die in dem ersten stamm die tugend angezündt.
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Das hauß von Zollern hat den festen grund geleget/
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Darauf die tapferkeit ihr lust-hauß aufgebaut/
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Man hat den edlen zweig/ der so viel früchte träget/
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Schon vor sehr langer zeit in schönster pracht geschaut.
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Der tapffre Rudolph war schon vor achthundert jahren
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Des Käysers Heinrichs arm/ als er die Hunnen schlug/
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Und diese helden-art ist nachmals fortgefahren/
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Sie machte sich berühmt durch manchen krieges-zug.
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Wer hat der Christenheit den untergang geschworen/
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Auff den nicht dis geschlecht den blancken stahl gewetzt?
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Es zitterten vor ihm schon dazumahl die Mohren/
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Und seine klinge ward mit Scythen-blut benetzt.
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Als Mahumedis brut zu leben angefangen/
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Und das gelobte land in wüsteney verkehrt/
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Ist Burggraff Conrad selbst dem feind entgegen gangen/
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Ist nun nicht diese that der schönsten cronen werth?
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Von dem Johann kan noch die schnelle Donau sagen/
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Was seine treue hand an Sigismund gethan;
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Denn als der Bajazeth den Käyser gantz geschlagen/
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Errettet jener ihn durch einen kleinen kahn.
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Durch Friedrich/ der zu erst den Chur-hut überkommen/
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Wuchs auff den Böhmschen krieg der göldne friedensstab/
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Der Türcke hat durch ihn gantz glücklich abgenommen/
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Weil seine hand dem reich viel tausend gülden gab.
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Der andre Friedrich war dem Tamerlan ein schrecken/
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Daß deßfals Pohlen ihn zur crone ruffen ließ/
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Albertus halff das feld mit Türcken-blut bedecken/
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Weßwegen man ihn denn Achill der Teutschen hieß.
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Nachdem nun auch Johann/ sonst Cicero genennet/
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Durch seinen mund den streit umb Schlesien geschlicht/
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So hat der Käyser/ gleich wie alle welt bekennet/
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Von dar den krieges-zug auff Moldau zugericht.
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Der erste Joachim hat auch mit holden worten
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Das Römsche reich so sehr auff drachenblut erhitzt/
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Daß vieler Fürsten macht an unterschiednen orten
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Auff den geschwornen feind der Christen loßgeblitzt.
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Vom andern Joachim weiß Oestreich zu erzehlen/
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Daß Solymann von ihm sehr hart geschlagen sey/
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Und weil die Teutschen ihn zum general erwählen/
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So legt man ihm mit recht den nahmen Hector bey.
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Johann Georgens ruhm steht noch in frischer blüthe/
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So lange danckbarkeit den helden cronen macht/
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Europa rühmet noch sein feuriges gemüthe/
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Das mit dem höchsten fleiß der Christen beyl bewacht.
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Von diesem grossen baum sind nun die cedern kommen/
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Die mit der hoheit itzt biß an den himmel gehn/
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Jhr theures wachsthum hat so reichlich zugenommen/
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Daß auch die äste schon voll güldner früchte stehn.
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Jhr werther schatten bringt dem vaterlande seegen/
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Den Teutschen tausend glück/ den Christen sicherheit.
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Wer fürcht sich unter ihm vor hagel/ brand und regen/
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Den Oßmanns höllen-geist auff GOttes kinder streut?
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Weiß Maximilian der andre nicht zu zeugen/
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Daß Jochim Friederich ein blitz den Türcken sey?
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Die welt wird nimmermehr von seinem lobe schweigen/
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Den grundstein seines ruhms bricht keine zeit entzwey.
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Johannes Sigismund/ von welchem man erzehlet/
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Daß er mit einem stern zugleich aufgangen sey/
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Hat seiner tochter hertz mit Bethlehem vermählet/
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Drumb fürchte sich vor ihm die gantze Barbarey.
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George Wilhelm gab dem reiche neues leben/
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Weil er den alten brand der zwietracht ausgethan/
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Drum kunt es seinen arm um desto mehr erheben/
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Und griff mit munterm geist die Janitscharen an.
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Nun du/ Durchlauchtigster/ hast auch durch tapffre waffen
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Dem Achmet offtermahls den stoltzen halß gedrückt/
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Du machst durch deine krafft demselben viel zu schaffen/
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So offt du frisches volck dem Käyser zugeschickt.
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Die grosse Pforte muß vor deiner macht erschüttern/
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Wann dein geschütze brennt/ zerschmeltzt der Türcken hertz/
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Vor deiner schaaren macht sieht man die feinde zittern/
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Wann du die glieder schlägst/ so fühlt ihr haupt den schmertz.
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Ward Neutra nicht durch dich vom Türckschen joch befreyet/
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Des feindes untergang war dein erwünschtes spiel/
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Leventz stand um und um mit leichen überstreuet/
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Weil der Barbaren macht durch deine waffen fiel.
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Weil du dein tapffres volck zu unterschiednen mahlen
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Auff Achmets stoltzen hals den Pohlen zugeschickt/
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So wollen sie dafür dir grünen lorbeer zahlen/
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Der mit dem gipffel schon bis an den mond gerückt.
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Kaum hastu neulichst dich in Ungarn sehen lassen/
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So fielen bald darauff die stärcksten mauren ein/
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Vor deiner klarheit muß der halbe mond verblassen:
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Denn wo die sonne strahlt/ da darff kein mond nicht seyn.
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Jtzt ist Jerusalem/ was Babylon gewesen/
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Weil deines eyffers glut vor Ofen feurig war.
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Kein mensch darff nun daselbst den Alcoran noch lesen/
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Und niemand opffert mehr auff Belials altar.
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So weiß der grosse GOtt die seinigen zu schützen/
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Wann er den wilden feind durch tapffre Fürsten schlägt:
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Wil sie ein scorpion mit seinem gifft besprützen/
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So wird der bestie gar bald ihr haupt erlegt.
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Gewiß der himmel hat die hand mit in dem spiele/
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Und stellte sich der feind gleich wie ein crocodill/
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Gott macht den blitz zum pfeil/ und seinen kopf zum ziele/
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Es steht auf sein gebot auch gar die sonne still.
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Die helden aber sind hierbey des Höchsten hände/
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Durch die er seine stadt/ die Sionsburg/ beschirmt/
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Wann er ihr hertze rührt/ so laufft der krieg zum ende/
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Der friede blühet schon/ auch wann der feind noch stürmt.
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Drumb müssen wir ihr haupt mit siegeszeichen krönen/
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Wir ätzen ihren ruhm in diamanten ein/
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Apollo der befiehlt auch seinen liebsten söhnen/
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Daß sie mit zung und schrifft stets sollen fertig seyn.
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So nimm nun/ theurer held/ du wunder unsrer zeiten/
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Auch deines knechtes schrift von ihm genädig an/
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Wir wollen uns dabey zu einem wunsch bereiten/
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Und zweiffeln nicht/ du bleibst den Musen zugethan.
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Gott aller Herren HErr laß deine waffen siegen/
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Es müsse stets dein volck als feste thürme stehn/
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So wird noch Mahumed zu deinen füssen liegen/
140
Und wer die christen drückt/ vor dir zu grunde gehn.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau
(16161679)

* 01.01.1616 in Breslau, † 18.04.1679 in Breslau

männlich

deutsch-schlesischer Lyriker und Epigrammatiker, Politiker und Diplomat

(Aus: Wikidata.org)

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