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Jhr närrchen thut gemach/ was bildet ihr euch ein?
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Was habt ihr thoren viel vom alter zu gedencken?
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Ist dieses euch verhast/ so last euch jung auffhencken/
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Halt eure zung im zaum und last das spotten seyn.
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Mit eurer prahlerey wird wenig außgericht/
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Jhr stellt euch allzu stoltz und überaus verwegen/
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Ach lernt das ding zuvor vernünfftig überlegen/
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Was gilts/ ob euer mund hernach nicht anders spricht.
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Daß ihr uns alte nennt/ das thut ihr nur aus neyd/
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Dieweil wir nicht mit euch so kindisch tändeln wollen/
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Wir wären sonst fürwar noch ärger als die tollen/
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Es wundert uns/ daß ihr noch stets so kindisch seyd;
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Zu dem so geht was alt sehr offt dem jungen vor.
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Die jungen schoten sind zwar allzeit angenehmer;
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Doch sind die alten schon zum stecken viel bequemer/
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Denn ihre keime schiebt den schönsten strauch empor.
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Der alte wein ist ja viel besser als der most/
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Die mürben mispeln sind doch immerfort die besten/
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Die schönsten früchte stehn offt an den ältsten ästen/
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Und alter honig wird zuletzt zur zucker-kost.
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Was aber sagt ihr viel von eurer schönheit pracht/
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Die ihr bißweilen doch mit flor die flecken decket?
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Meint ihr/ man wisse nicht/ daß ihr den schalck verstecket/
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Und eure glatte haut mit schmincke schöner macht?
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Doch seht euch fleißig für/ daß euer ruhm nicht sällt/
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Die schönste rose wird am zeitigsten gebrochen/
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Die süßste frucht wird offt von einem wurm gestochen.
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Wohl der/ die ihren glantz stets unbefleckt behält!
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Wenn man euch engel nennt/ so nehmt nicht lieber an/
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Wie etwan geister thun/ so leiber angenommen/
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Das spucken dörfft euch sonst nicht allzu wol bekommen.
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Um engel/ wie ihr seyd/ ists allzubald gethan.
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Die liebsten ruffen euch: Mein allerliebstes kind!
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Was gilts/ ihr krieget auch der liebe milch zu saugen/
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Jhr seyd ein blumenfeld in eurer buhler augen/
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So schaut/ daß sich kein wurm zur zucker-rose findt.
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Der euch so schätzchen nennt/ der gräbt gewißlich nach/
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Biß daß er seinen schatz/ und euer bergwerck funden.
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Was seyd ihr vor ein stern/ wenn euer glantz verschwunden?
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So euer licht verlöscht/ wird euer schein zur schmach.
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Drumb stellt/ bethörte/ nur das freche prahlen ein/
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Begehrt ihr ie mit uns nicht weiter umzugehen/
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So packt euch immer hin/ wir werden euch nicht flehen;
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Wir bleiben dennoch wol/ die wir gewesen seyn.