1.

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Philipp von Zesen: 1. (1641)

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Muß ich denn nun noch erfahren/
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wie so treuloß sey dein Sinn/
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Allerschönste halb-göttin/
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die wier doch verbunden waren
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durch das feste Liebes-band
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an dem hertzen/ muht und hand.

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Muß ich denn nun selbsten hören
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daß ein solcher grober Klotz/
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Mier gerühmet wird zutrotz/
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wiltu einen solchen ehren/
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Einen solchen groben Knoll/
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welcher aller grobheit voll?

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Musz er denn mich so verdringen/
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dasz ich deinen Rosen-mund/
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den ich vormahls küssen kunt/
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fort nicht mehr kann hören singen/
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solche süsze Melodey/
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die mich machte traurens frey?

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Wiltu denn so gar verlaszen
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deinen Liebsten/ der sich Dier
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gantz ergeben/ meine Zier/
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welchen Du auch gleicher maszen
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inniglich geliebet hast/
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der dier war ein lieber Gast.

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Solten deine rothen Wangen/
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soll dein zucker-süßer Mund/
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der den Himmel zwingen kunt
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und die Götter hielt gefangen/
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diesem Tölpel eigen seyn/
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der so trotzig tritt herein.

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Nein: der Himmel wolle lencken
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meiner Hertzens-meisterin/
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Dier/ den gantz verirrten Sinn/
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daß du mögest wieder schencken
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deine Gunst und Liebe mier/
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der ich mich er geben dier.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Philipp von Zesen
(16191689)

* 08.10.1619 in Priorau, † 13.11.1689 in Hamburg

männlich, geb. von Zesen

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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