Das fünffte Gespräch

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Christian Weise: Das fünffte Gespräch (1701)

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Was hat der unverschämte neid
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Vor hertzeleid
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In unsre freundschafft ausgestreut?
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Was soll der kalte gifft?
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Der unsre treu doch nur von aussen trifft.
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Die hertzen sind von diamant/
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Und das geschloßne liebes-band
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Hegt keinen unbestand.
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Drum/ je mehr man uns betrübt/
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Desto mehr sind wir verliebt.

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2. Wenn gleich der wind mit seiner wut
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In unsre glut
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Den allerstärcksten einfall thut/
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So ist es nicht gethan/
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Er bläset nur die flammen besser an.
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Drum wer das feuer nicht erkennt/
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Und sich nur an die finger brennt/
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Der ist doch gantz verblendt;
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Denn er unterscheidet nicht
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Liebes-schein und falsches licht.

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3. Indessen allerliebstes kind/
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Bleib gut gesinnt/
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Und achte keinen falschen wind/
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Die treu soll unser schein/
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Die keusche pflicht des hertzens losung seyn.
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Vergönnt uns ja der falsche neid/
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Nicht übrig grosse fröligkeit/
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So warte nur die zeit.
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Denn der tag kömmt bald heran/
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Da man rosen brechen kan.

(Weise, Christian: Überflüßige Gedancken Der grünenden jugend. Leipzig, 1701.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Christian Weise
(16421708)

* 30.04.1642 in Zittau, † 21.10.1708 in Zittau

männlich, geb. Weise

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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