ViI. Eine höfliche Entschuldigung

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Christian Weise: ViI. Eine höfliche Entschuldigung (1701)

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Achnein/ ich möchte nicht/ ich bin zur kirmß gebetẽ/
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Und ich bedürffte fast/
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Noch selber einen gast/
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Drum werd ich mir so weit wohl kein paar schuh ver-
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Die leute sind gar schlim bericht/
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Ach nein ich möchte nicht!

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2. Ach nein ich möchte nicht/ ich esse keinen braten
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Der nach der küche schmeckt/
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Wer gerne teller leckt/
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Der komm/ und lasse sich auf meinem herde rathen/
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Ich bin auf nichts so sehr verpicht.
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Ach nein ich möchte nicht.

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3. Ach nein/ ich möchte nicht/ die kuchen sind zu dünne/
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Die butter ist zu arg/
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Die hefen gehn zu starck/
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Und die rosinen sind gar sparsamlich darinne/
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Der rand ist mager und zubricht/
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Ach nein ich möchte nicht.

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4. Ach nein ich möchte nicht/ ich muß es nur bekennen/
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Die suppe kocht zu scharff/
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Und wer es nicht bedarff/
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Der wird sich warlich nicht das maul dabey verbreñen/
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Der hencker hält euch doch das liecht/
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Ach nein/ ich möchte nicht.

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5. Ach nein ich möchte nicht/ ietzt leb ich in der faste/
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Da eß ich selten viel/
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Doch wer nicht warten will/
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Der komme nur zu mir früh morgens her zu gaste/
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Die tafel ist schon angericht/
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Ach nein ich möchte nicht.

(Weise, Christian: Überflüßige Gedancken Der grünenden jugend. Leipzig, 1701.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Christian Weise
(16421708)

* 30.04.1642 in Zittau, † 21.10.1708 in Zittau

männlich, geb. Weise

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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