ViII. An Gritgen

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Christian Weise: ViII. An Gritgen (1701)

1
Gunst-geneigtes tugend-bild/
2
Ruh und friede meines hertzens.
3
Ietzund da sich alles schmertzens/
4
Trost und ruh in dich verhüllt/
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Gib mir doch den abschieds-kuß/
6
Eh' dich mein betrübter gruß/
7
Noch einmahl erinnern muß.

8
2.
9
Rein und lieblich anzuschauen/
10
Itzt da ich von diesen auen
11
Traurig abschied nehmen will:
12
Gläntze nur zu mir herein/
13
Eben als wann dieser schein/
14
Nun mein leit-stern solte seyn.

15
3.
16
Recht und niedlich lieb zu kosen/
17
In der zier/ da nechst den rosen/
18
Tulpen und narcissen sind/
19
Gib den mund da mir der safft
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Einer honig-süssen krafft/
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Nicht geringen trost verschafft.

22
4.
23
Ruhm und schönen danck zu wissen/
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In dem hertzen seyn beflissen.
25
Tugend deine pracht und zier
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Gläntzt an ihren stralen voll
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Eben da ich reisen soll/
28
Nun ich scheide/ lebe wohl.

29
5.
30
Reich an seegen/ reich an glücke.
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Itzt da ich zur reise schicke/
32
Thu mir noch die courtesie/
33
Güldnes kind/ und lasse du/
34
Endlich mir die letzte ruh/
35
Nur auff deinen lippen zu.

(Weise, Christian: Überflüßige Gedancken Der grünenden jugend. Leipzig, 1701.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Christian Weise
(16421708)

* 30.04.1642 in Zittau, † 21.10.1708 in Zittau

männlich, geb. Weise

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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