X. An die unvergleichliche Margaris

Bitte prüfe den Text zunächst selbst auf Auffälligkeiten und nutze erst dann die Funktionen!

Wähle rechts unter „Einstellungen“ aus, welcher Aspekt untersucht werden soll. Unter dem Text findest du eine Erklärung zu dem ausgewählten Aspekt. Nicht jede Anmerkung ist für die Analyse gehaltvoll.

Christian Weise: X. An die unvergleichliche Margaris (1701)

1
Meines hertzens königin/
2
Angenehmster schatz auf erden/
3
Richte deine lust-geberden
4
Günstig auf den diener hin/
5
Als bey welchem deine gaben
6
Ruh und trost zu schaffen haben/
7
Ich gesteh es zwar betrübt/
8
Schönstes kind ich bin verliebt.

9
2.
10
Ach was soll ich länger schweigen/
11
Regen sich doch alle zeugen
12
Gegen mir und meiner pein/
13
Alle kräffte meiner seelen
14
Reitzen mich mit sanfftem qvälen/
15
Ich bekenn es offentlich/
16
Schönstes kind ich liebe dich.

17
3.
18
Alle meine noth zu nichte/
19
Richte dein geneigt gesichte
20
Gegen mir nnd meiner brunst/
21
Alle freude/ lust und schertzen
22
Reiß ich sonst aus meinem hertzen/
23
Ich begehr in dir allein
24
Selig und vergnügt zu seyn.

25
4.
26
Alles was ich dir erzehle/
27
Reimet sich mit meiner seele/
28
Glaube/ was die zunge spricht.
29
Andre mögen falsche sachen
30
Rühmen und zur tugend machen/
31
Ich will ohne falschen schein/
32
Süsses kind/ dein diener seyn.

33
5.
34
Alles will ich dir ergeben/
35
Reitze mein beständigs leben
36
Gunst-geneigt zu deiner zier:
37
Also werden meine sinnen
38
Ruh und süssen trost gewinnen.
39
Itzt verbleib ich halb betrübt/
40
Schönstes kind in dich verliebt.

(Weise, Christian: Überflüßige Gedancken Der grünenden jugend. Leipzig, 1701.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

Einstellungen

    Text teilen & herunterladen

    PDF-Export

    Arbeitsblatt zur Interpretation herunterladen

  • Äußere Form

  • Sprachlich-inhaltliche Analyse

  • Voller Zugriff auf Textopus

    • Interaktive Analyse von über 65.000 Gedichten und über 700 Dramen

    • Zugriff auf mehr als 400 Rezitationen und hilfreiche Epochenübersichten

    • Mit Aufdeckfunktion zum Selbstlernen von Stilmitteln, Kadenzen, Metrum u. v. m.

    Textopus App

    Textopus-App

    € 4,99/Jahr
    In-App-Kauf
    Apple App StoreGoogle Play Store
    Klett Digitale Unterrichtsassistenten

    Für Lehrkräfte

    Kostenlos in ausgewählten Digitalen Unterrichtsassistenten der Deutsch-Lehrwerke des Ernst Klett Verlags
    Deutsch kompetent

Christian Weise
(16421708)

* 30.04.1642 in Zittau, † 21.10.1708 in Zittau

männlich, geb. Weise

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

Textopus kann Fehler machen. Überprüfe die Informationen. Teils KI-gestützt. Siehe Hinweise zur möglichen Fehleranfälligkeit.