XlIII

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August von Platen: XlIII (1828)

1
Vermag zum Geist der Geist, indem er denket;
2
Wenn meine Seele sich in dich versenket,
3
So mein' ich, müßt' es dir im Ohre klingen.

4
Besäße nicht der Gott der Liebe Schwingen,
5
Er hätte nie zum Himmel sie gelenket,
6
Und wenn dein Herz er mir im Traume schenket,
7
Von wem als dir vermag er mir's zu bringen?

8
Wenn du mich liebst, so will ich gern ertragen,
9
Dir fern zu seyn, weil ich zu gut verstehe,
10
Was unsre Seelen ohne Laut sich klagen.

11
Allein so lang' ich noch in Zweifel stehe,
12
Und gerne möchte deine Blicke fragen,
13
Acht' ich Entfernung als das größte Wehe.

(Platen, August von: Gedichte. Stuttgart, 1828.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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August von Platen-Hallermünde
(17961835)

* 24.10.1796 in Ansbach, † 05.12.1835 in Syrakus

männlich, geb. von Platen-Hallermund

| Cholera

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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