XxXIX

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August von Platen: XxXIX (1828)

1
Das fühlt' ich stets vielleicht und fühl' es heute,
2
Da sich's nach langen Jahren mir erneute,
3
Nachdem ich manchen Wahn der Welt gesichtet.

4
O Zeit, in der ich noch für dich gedichtet
5
Was, außer mir, sich keiner Leser freute!
6
Noch war mein Name nicht der Welt zur Beute,
7
Die selten fühlt und oft so lieblos richtet!

8
Noch unbekannt mit meinen eig'nen Trieben,
9
Zu ernst, zu schüchtern, allzusehr verschlossen,
10
Bin ich dir fremd durch eigne Schuld geblieben.

11
Da wieder nun ich deines Blicks genossen,
12
Empfind' ich wieder jenen Drang, zu lieben;
13
Doch meine schönste Jugend ist verflossen.

(Platen, August von: Gedichte. Stuttgart, 1828.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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August von Platen-Hallermünde
(17961835)

* 24.10.1796 in Ansbach, † 05.12.1835 in Syrakus

männlich, geb. von Platen-Hallermund

| Cholera

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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