XxXVII

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August von Platen: XxXVII (1828)

1
Da nie dem Halben ich mein Herz ergeben:
2
Der Kunst gelobt' ich ganz ein ganzes Leben,
3
Und wenn ich sterbe, sterb' ich für das Schöne.

4
Doch wünsch' ich, daß man Bessere bekröne,
5
Mich aber ziehen lasse, wo ich neben
6
Dem Höchsten lernen kann, nach Hohem streben,
7
Ja, daß man mir mein Vaterland verpöne!

8
Ich lieb' es d'rum in keinem Sinne minder,
9
Da stets ich mich in seinem Dienst verzehre,
10
Doch wär' ich gern das fernste seiner Kinder.

11
Geschieht's, daß je den innern Schatz ich mehre,
12
So bleibt der Fund, wenn längst dahin der Finder,
13
Ein sichres Eigenthum der deutschen Ehre.

(Platen, August von: Gedichte. Stuttgart, 1828.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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August von Platen-Hallermünde
(17961835)

* 24.10.1796 in Ansbach, † 05.12.1835 in Syrakus

männlich, geb. von Platen-Hallermund

| Cholera

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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