XvII

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August von Platen: XvII (1828)

1
War unsre Liebe, nicht in Staub versunken:
2
Nur deiner Schönheit bebt' ich wonnetrunken,
3
Und gütig warst du, gleich den Engeln oben.

4
Du hattest mich zu dir emporgehoben,
5
In deinem Auge schwamm ein lichter Funken,
6
Der Farben schuf, den Pinsel d'rein zu tunken,
7
Den reine Dichterhände Gott geloben.

8
Nun, da ich fern von dir den Tag verbringe,
9
Erscheinst du der Bewunderung noch reiner,
10
Je mehr im Geist ich deinen Werth durchdringe.

11
Ja, immer sehnsuchtsvoller denk' ich deiner,
12
Und legt die Welt mir auch so manche Schlinge,
13
Du sollst mich nie gefangen sehn in einer.

(Platen, August von: Gedichte. Stuttgart, 1828.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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August von Platen-Hallermünde
(17961835)

* 24.10.1796 in Ansbach, † 05.12.1835 in Syrakus

männlich, geb. von Platen-Hallermund

| Cholera

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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