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Freund, du, welchen der Kunst glühende Liebe be-
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Wirst mit dem Tadel mich nicht unwürdiger Musse
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Die ich im stillen Bezirk dieser Gefilde gesucht.
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Wie mir aber allein hingehn die geflügelten Tage
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Fragst du, während ich fern lebe der städtischen Welt?
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Häufig bewund'r ich rings, ausruhend am Hügel, die
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Wo den beweglichen Schirm Buche mir, Esche mir beut;
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Süße, doch seltene Thränen, wie liebende Jünglinge
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Seh' ich, des Thals Frühthau, hangen am Rosenge-
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Wenn ich zurück von dem Wallfahrtsort, von der bunten
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Kehre, dem heitersten Sitz, während die Sonne sich
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Zweyfach lächelt mich dann dies gartenumzingelte Dorf an,
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Bald am Wiesengestad, bald im geglätteten See;
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Oft auch freu' ich mich dann in dem Kahne des trau-
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Wenn auf flachem Krystall Zirkel an Zirkel sich reiht,
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Oefter des seltenen Flors großblumiger Alpengewächse,
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Wenn ich bewaldeter Höh'n ruhige Gipfel erstieg.
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Doch wer ist's, der sich zu dem einsam wallenden Jüng-
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Als willkommener Freund, bildend und liebend gesellt?
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Flaccus, apulischer Sänger, du bist's! Frohsinnige Weisheit
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Lehren, und glücklichen Muth, deine Gesänge das
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Mäßig im Lauf der vergänglichen Zeit zu genießen ge-
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Neben die Bilder des Tods stellst du der Freude
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Führst mich nach dem beglückten Tarent, in's ländliche
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Wo du die Wunder von Rom, ohne zu seufzen
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Oder ich lerne von dir, zum kühlen Präneste dir folgend,
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Wie man sinnigen Geists lese den Vater Homer.
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Wahres verkündetest du, denn selbst in die Wälder des
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Drang des latinischen Lieds blühende Stimme hin-
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Deines Augusts Altäre zerbröckelten, deine Gesänge
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Nicht, um's römische Haupt fliegen dir Vögel des
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Strebt auch Mancher, wie du, stets hofft er die Krone
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Und es bewahrt kein Baum köstliche Zweige für ihn.
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Einst wohl trauert er noch um der Jahre verschwendetes
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Leicht zwar ist der Besitz, doch das Erringen, wie
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So um den blendenden Nacken der Fürstin bilden die
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Zierliche Ketten, sie trägt stolz ihr Geschmeide zur
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Aber bedenkt sie, wie oft in zerbrechlicher Glocke der
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Um den entbehrlichen Schmuck fuhr in die Tiefe