LxII. Auff den Sontag der in den letzten/ Weltzeiten sich/ begehenden Trübseligkeiten/ vnd dabey der Außerwehlten/ bey vnd in Christo em- pfindenden Süssigkeiten: oder am 25. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit/ Matth. 24.

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Andreas Gryphius: LxII. Auff den Sontag der in den letzten/ Weltzeiten sich/ begehenden Trübseligkeiten/ vnd dabey der Außerwehlten/ bey vnd in Christo em- pfindenden Süssigkeiten: oder am 25. Sontag nach dem Fest der H. Dreyeinigkeit/ Matth. 24. (1650)

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Je länger jemand lebt/ auff diesem Rund der Erden/
2
Je mehr er von der Welt empfindet Angst vnd Pein.
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Jetzt geht es so daher/ daß auch die harten Stein/
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Die Balcken im Gesperr/ gleich trawrige Gebehrden

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Vnd Klagelassen gehn. Die Gottes-Häuser werden
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Vergrewelt vnd entweiht. Stätt vnd auch Länder seyn
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Von Menschen auß geleert. Mir zittert Marck vnd Bein/
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Wenn ich daran gedenck/ wie daß mit Wag-vnd Pferden/

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Das rasend-tolle Volck das Land hat vber häufft/
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Oelend Jammer-Meer/ das so viel Leut ersäufft.
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Doch/ Außerwehlte Schaar/ steh fest/ vnd nicht verzage/

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Dein JESVS lebet noch; nim an die Adlers weiß/
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Zwing dich im Glauben auff vnd nach dem Himmel-reiß.
14
Da hastu tausend Frewd an statt empfundner Plage.

(Gryphius, Andreas: Teutsche Reim-Gedichte. Frankfurt (Main), 1650.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Andreas Gryphius
(16161664)

* 02.10.1616 in Głogów, † 16.07.1664 in Głogów

männlich, geb. Gryphius

natürliche Todesursache | Schlaganfall

Dichter des Barock

(Aus: Wikidata.org)

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